Oebisfelde l Drei Geschenke kurz vor Weihnachten! Handball-Sachsen-Anhalt-Ligist SV Oebisfelde kann sich wenige Tage vor dem Heiligen Abend kräftig die Hände reiben. Und das aus drei Gründen. Zum einen gewann der Tabellenführer am Sonnabend sein Heimspiel gegen den HV Wernigerode klar mit 38:26, zum anderen patzte der Rangzweite, die SG Kühnau beim Landsberger HV (20:23) und obendrein kassierte auch der Tabellendritte aus Langenweddingen eine empfindliche 17:24-Pleite beim USV Halle II.
Drei Geschenke kurz vor Weihnachten! Handball-Sachsen-Anhalt-Ligist SV Oebisfelde kann sich wenige Tage vor dem Heiligen Abend kräftig die Hände reiben. Und das aus drei Gründen. Zum einen gewann der Tabellenführer am Sonnabend sein Heimspiel gegen den HV Wernigerode klar mit 38:26, zum anderen patzte der Rangzweite, die SG Kühnau beim Landsberger HV (20:23) und obendrein kassierte auch der Tabellendritte aus Langenweddingen eine empfindliche 17:24-Pleite beim USV Halle II.

Verfolger patzen

Als die Schlussirene am Sonnabend in der Oebisfelder Halle ertönte, blickte man beim SV Oebisfelde durchweg in zufriedene Gesichter. Auch Trainer Thomas Meinel war mit der Leistung seiner Mannschaft entsprechend zufrieden und hatte nur wenig zu bemängeln: „Mit 38 Toren kann man zufrieden sein. Auch die Torhüter waren beide gut. Durch das klare Ergebnis haben wir aber auch viel gewechselt, was viel Unruhe in unser Spiel gebracht hat. Das ist aber auch nicht unnormal“, resümierte Meinel. Von den beiden überraschenden Patzern der SG Kühnau und dem SV Langenweddingen hatte Oebisfeldes Interimstrainer zu diesem Zeitpunkt noch keine Kenntnis.

Die vielen Wechsel und damit verbundene Spielpraxis für alle Spieler des Aufgebots konnte sich der SVO-Coach aber auch bedenkenlos erlauben. Schon nach 15 Spielminten, Oliver Meinel traf zum 10:6, hatten sich die Gastgeber einen Vier-Tore-Vorsprung herausgeworfen.

Der dreifache Koitek

In der Schlussphase des ersten Spielabschitts fiel dann vor allem Rechtsaußen Pascal Koitek positiv auf. Mit drei Treffern am Stück schraubte er den Spielstand von 17:12 auf 20:12 nach oben. Beim 20:13 zur Halbzeit war das Spiel gegen - vor allem in der Deckung - schwache Wernigeröder bereits so gut wie entschieden. Und das war den Oebisfeldern in einigen Aktionen auch anzumerken. So versagten Koitek kurz vor und kurz nach der Pause vom Siebenmeter-Strich zweimal die Nerven und auch Alexander Vogel scheiterte bei seinem Starfwurf-Versuch an Wernigerodes Schlussmann Michael Zimmermann. Und neben vergebenen Torchancen patzten die Hallenherren auch in der Deckung, welche in dieser Phase viel zu offen agierte und den Gästen aus dem Harz zu viele Freiräume gestattete. Diese nutzte vor allem Gordon Müller konsequent aus. Der Wernigeröder kam insgesat auf starke elf Treffer. Folgerichtig musste SVO-Trainer Meinel sein Team in der Auszeit neu justieren (25:17/38. Minute).

„Wir waren viel zu offensiv und haben die Angriffe nicht immer bis zum Ende durchgespielt. Vor dem Tor wollte sich jeder selbst beweisen“, monierte Meinel. Und die Worte des Trainers kamen bei seinen Leuten offensichtlich an. Denn auch wenn die Oebisfelder auch weiterhin einige peinliche Fehler im Torabschluss beging, fand das Team zurück in die Spur. Beweis dafür war dann auch die klare 35:21-Führung (51.), die Phil Schliephake mit einem Doppelschlag besorgte.

Tor zum Debüt

Bei den Oebisfelder Fans herrschte entsprechend positive Stimmung, die einmal noch richtig überschwappte. Und zwar dank eines Debütanten. A-Junior Nils Oraschewski kam zu seinem ersten Auftritt im Dress der ersten Männermannschaft. Er durfte in den letzten zehn Minuten ran. Dabei war ihm zunächst eine gewisse Nervosität anzumerken. Doch als der Linkshänder, der im rechten Rückraum zum Einsatz kam, den Ball zum 37:23 in den Kasten hämmerte, stand die Halle kurzzeitig kopf.

SV Oebisfelde: Stefanie, Tobies, Drese - Schliephake (4 Tore), Koitek (6), Meichsner, Breiteneder, Meinel (7), Vogel (4), Kalupke (4), F. Seiler (5), Götz (2), Oraschewski (1), T. Seiler (1).