Oebisfelde l Bevor es am Sonnabend in der von 400 Besuchern gefüllten Hans-Pickert Halle ans Torewerfen ging, wurde es feierlich. Grund: Gerd Strozinsky vom Handballverband Sachsen-Anhalt zeichnete die Oebisfelder für ihre errungene Meisterschaft aus. „Dass Oebisfelde den Titel mit großem Vorsprung gewonnen hat, ist im Prinzip logisch. Denn in Oebisfelde wird seit Jahrzehnten Handball gelebt. Das bezieht sich nicht nur auf die Männer, sondern auch auf die Frauen und vor allem auf den Nachwuchs. Speziell in der Arbeit mit unseren Kindern und Jugendlichen ist der SV Oebisfelde ein Vorbild“, zollte Gerd Strozinsky den Allerstädtern Beifall. Eingeschlossen darin waren auch die vielen Freiwilligen, die sich um das Drumherum kümmern. Petra und Diana Kalupke, Elfi Giesecke, Lydia und Hans- Georg Warnecke, Nadine Kalupke und Susi Weber gehören beispielsweise dazu.

SVO gibt den Ton an

Nach der Ehrung sahen die SVO-Anhänger dann eine Begegnung, in der die Landesmeister von der Aller um ihren Trainer Thomas Meinel klar den Ton angaben. Zwar hielten die sich in argen Abstiegsnöten befindlichen Haldenslebener zunächst noch gut mit, lagen auch mit 2:1 vorn und befanden sich nach 14 Minuten beim Stand von 9:7 für den SVO noch in Sichtweite, doch dann zündeten die Oebisfelder. Spielführer Florian Seiler (3), Pascal Koitek und Mittelmann Alexander Vogel erhöhten mit sechs Treffern in Folge auf 15:7. Für HSV-Torhüter Nico Domann, der vor Jahren auch für den SVO spielte, gab es in dieser Phase nichts zu halten. Das lag nicht an ihm, sondern an der sehr laxen Abwehrarbeit seiner Vorderleute.

Die Meinel-Sieben ließ indes nicht locker und drehte fleißig an der Torschraube. So schraubten Pascal Koitek, Michael Meichsner, Alexander Vogel, Thomas Thiele (2) und Florian Seiler das Resultat mit einem erneuten Sechserpack von 18:9 auf 24:9. Zur Pause stand es dann 26:10 und dem HSV drohte ein Debakel.

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Nicht mehr volle Pulle

Das konnte der HSV im zweiten Durchgang aber noch halbwegs abwenden. Denn es war klar, zumindest den echten Handballkennern, dass die Hallenherren in den zweiten 30 Minuten nicht mehr volle Pulle gehen würden. Trainer Meinel wechselt viel durch. Dabei erhielten auch die A-Jugendlichen Niklas Müller und Karl Breiteneder ihre Chance, die Youngster Müller mit zwei Treffern nutzte. Trotz der Wechsel und Positionsverschiebungen blieb der SVO klar in der Vorhand. Die Haldenslebener, bei denen David Stolze mit 14 Toren herausragte, konnten den Vorsprung aber etwas reduzieren. Die 40-Tore-Marke knackte der SVO trotzdem. Verantwortlich dafür war Co-Trainer Toni Seiler (40:28). Für den Endstand sorgte dann HSV-Mann David Stolze.

SV Oebisfelde: Stefanie, Drese – Schliephake (1), Koitek (6), Meichsner (2), P. Breiteneder, Thiele (7), Vogel (7), F. Seiler (12/3), Müller (2), K. Breiteneder, T. Seiler (3).

Siebenmeter: 3/3Zeitstrafen: 5.

 

HSV Haldensleben: Domann, Wolke – Möritz (5), Bierhals (2), Rabe, Fister (2), Stolze (15), Ebert, F. Damerau (30. Rote Karte), Kolbe (2), Daniel (3), N. Damerau.

Siebenmeter: 5/5;Zeitstrafen: 5.