Gardelegen l Am Sonnabend bezwangen die Altmärker nach einer tollen ersten Hälfte auf der heimischen Rieselwiese den Magdeburger SV Börde im Spitzenspiel des 6. Spieltages mit 5:2 (4:0) und thronen weiterhin an der Tabellenspitze.

Das mit Spannung erwartete Duell gegen Börde verlief allerdings nicht wie ein echtes Spitzenspiel. Bereits nach 18 Minuten lagen die Magdeburger mit 0:3 hinten und verstanden auch irgendwie die Fußballwelt nicht mehr.

Kapitän überzeugt bei der Rückkehr

Beim SSV dagegen hielt Rückkehrer Florian Scheinert die Fäden fest in den Händen (Norbert Scheinert: Man hat schon gemerkt, dass er gefehlt hat“) und war an vier der fünf Gardelegener Treffer irgendwie beteiligt.

Die ersten beiden Treffer fielen aus einer kompakten Abwehr und einer schnellen Umschaltbewegung heraus. Zunächst war Gütte (5.) zur Stelle und wenig später erhöhte Bache (10.) auf 2:0. Es hätte aber zu diesem Zeitpunkt schon 3:0 lauten müssen, aber einen weiteren Schnellangriff verstolperte das sonst so erfolgreiche SSV-Angriffsduo (7.).

Danach passierte Malek ein folgenschwerer Ballverlust, doch Mette war anschließend gegen Dittwe hellwach und bügelte den Fehler mit einer tollen Parade wieder aus.

Vorentscheidung nach der ersten Halbzeit

Als dann aber Fehse, einer der kleinsten Spieler auf dem Feld, am langen Pfosten nach Gütte-Ecke zum 3:0 einnicken konnte, war das Match praktisch durch. Die letzten Hoffnungen auf Besserung beim MSV erstickte erneut Fehse in Minute 40, als er per Direktabnahme mit links sogar noch das 4:0 erzielen konnte.

Von den Gästen war bis auf ein weiteres Geschoss von Dittwe (32.) offensiv nicht viel zu sehen, obwohl die Magdeburger mehr Ballbesitz und mehr Spielanteile verbuchten.

Das änderte sich auch in den zweiten 45 Minuten nicht. Börde hatte viel den Ball und „lullte“ den mittlerweile durchaus lethargischen SSV immer mehr ein. So war es auch nur eine Frage der Zeit, bis Börde sich auch mit Zählbarem zurückmeldete. War beim 1:4 durch Flöter (76.) die SSV-Alarmlampe noch nicht an, leuchtete sie aber drei Minuten später (79.) nach dem 2:4 durch Dittwe feuerrot. Auch die Kopffarbe von SSV-Coach Norbert Scheinert glich sich mehr und mehr dieser Lampe an.

Aber das 2:4 weckte die Gardelegener zumindest wieder auf. Praktisch vom Wiederanstoß weg, trugen die Gastgeber einen tollen Angriff vor. Im 16er brauchte Scheinert nur auf Bache ablegen, und es hieß 5:2 (80.). Das war dann auch der K.o.-Schlag für die Magdeburger, die damit auch bereits die zweite Niederlage in Serie hinnehmen mussten.

Statistik

Torfolge: 1:0 Sascha Gütte (5.), 2:0 Simon Bache (10.), 3:0, 4:0 Frank Fehse (18., 40.), 4:1 Bennet Flöter (76.), 4:2 Max Dittwe (79.), 5:2 Simon Bache (80.).

Schiedsrichter: Hannes Westphal.

Vorkommnisse: Keine.