Oebisfelde l Sicherlich konnten die Oebisfelder gegen die Niedersachsen keine Bestbesetzung aufbieten. So fehlte beispielsweise mit Spielführer Markus Wosahlo ein ganz wichtiger Mann. Doch daran wollte FCO-Übungsleiter Peter Böse den phasenweise desolaten Auftritt seiner Schützlinge, insbesondere mit Blick auf das Defensiv- und Zweikampfverhalten, nicht festmachen.

Keine Zweikämpfe und Probleme in der Abwehr

„Wir waren heute einfach nur schlecht. Meine Mannschaft hat die Zweikämpfe nicht angenommen und bekam dadurch auch Probleme in der Abwehr. Unser Gast konnte somit sein starkes spielerischen Vermögen bereits frühzeitig voll entfalten. Dem hatten wir, obwohl es die eine oder andere Möglichkeit gab, im Prinzip nichts Entscheidendes entgegenzusetzen“, erklärte der Allerstädter Trainer nach Abpfiff der Begegnung von Schiedsrichter Renè Knopp.

Dass die Königslutterer indes einen so starken Eindruck hinterließen, damit war vor Beginn der Partie nicht zu rechnen. Der FC Vatan-Spor lag zum Corona-Abbruch in der Helmstedter Kreisliga ohne Punkt und mit einem desaströsen Torverhältnis auf dem letzten Rang. Die Mannschaft wäre abgestiegen, rette sich jedoch aufgrund der Pandemie, wie viele anderen Vertretungen auch, vor dem Abrutsch in die Kreisklasse.

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„Der aktuelle FC Vatan-Spor hat mit der Elf der vergangenen Saison nicht mehr viel zu tun. Der Verein hat sich enorm verstärkt“, wusste FCO-Mann Sven Rhien zu berichten.

Das bekamen die indisponierten Oebisfelder wie erwähnt frühzeitig zu spüren. Die Gäste setzten ihren Kontrahenten sofort unter Druck und setzten nach vier Minuten zu ihrem ersten Torjubel an. Ertan Güclü schloss einen schönen Angriff mit dem 1:0 ab.

Aber bereits im Gegenzug konnten auch die Platzherren jubeln. Allerdings mit tatkräftiger Unterstützung der Gäste. Denn Vatan-Spor-Kapitän Daniel Müller hatte seinen Torhüter Ramin Rasuli auf dem falschen Bein erwischt, so dass sein als Rückgabe gedachter Ball über die Torlinie trudelte - 1:1.

Für die Vatan-Spor war das 1:1 jedoch kein Problem. Die Niedersachsen konnten weiterhin ziemlich ungestört kurbeln. Und das mit weiteren Erfolgen. Vor allem Spieltrainer Guiseppe Machese ließ die Oebisfelder in zwei Situationen richtig alt aussehen.

Beifall für Solo-Läufe von Guiseppe Marchese

Nachdem Salomon Antonio-Job nach einem missglückten Abschlag von FCO-Tormann Mirko Matz zum 2:1 (13.) für die Gäste eingenetzt hatte, gab es dann auch von den FCO-Fans Beifall für die Auftritte von Guiseppe Marchese. Mit zwei Sololäufen in den Minuten 19. und 29. ließ er die nicht konsequent eingreifenden Allerstädter stehen und erhöhte gegen einen machtlosen Mirko Matz auf 4:1.

Doch damit hatte Vatan-Spor noch nicht genug. Acht Minuten vor der Pause war erneut Ertan Güclü zur Stelle. Mit seinem zweiten Treffer schraubte er das Resultat auf 5:1.

Im zweiten Durchgang änderte sich nicht viel. Die Gäste blieben weiter im Vorwärtsgang. Allerdings standen die Oebisfelder nach Wiederanpfiff etwas kompakter, so dass Vatan-Spor nicht mehr sehr viele Möglichkeiten herausspielen konnte. Aber zu zwei Treffern reichte es noch. So erhöhte Guiseppe Marchese mit seiner dritten „Bude“ in der 61. Minute auf 6:1. Mehmet Ada machte schließlich eine Minute vor Abpfiff den 7:1-Sieg der Gäste perfekt.

„Diesen Auftritt müssen wir schnell aus den Köpfen herausbekommen“, merkte Trainer Böse an.