Salzwedel l Bereits am Freitagabend um 18 Uhr bekommt es die Landesliga-Reserve des SSV 80 Gardelegen mit dem SV Medizin Uchtspringe zu tun. Am Sonnabend um 14 Uhr greifen auch die restlichen Teams ins Geschehen ein. Während der FSV Heide Letzlingen das Schlusslicht SV Lokomotive Jerichow empfängt, gastiert der SV Liesten 22 beim Rossauer SV. Des Weiteren bittet der SV Eintracht Salzwedel 09 noch den MTV Beetzendorf zum Tanz.

SSV Gardelegen II - Medizin Uchtspringe

Weil die Landesliga-Vertretung des SSV 80 Gardelegen ebenfalls am Sonnabend ein Heimspiel gehabt hätte, wurde diese Paarung kurzer Hand auf den heutigen Freitag vorverlegt.

„Wir haben uns auf ein schönes Flutlichtspiel geeinigt“, wie der SSV-Coach Oliver Pabst gut gelaunt erklärt. Die gute Laune hält auch bei der Frage um das Personal für das Heimspiel gegen den SV Medizin Uchtspringe an. Neben dem verletzten Martin Klaus, fehlt nur André Gumpert aufgrund einer Erkältung.

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„Wir haben zwar noch ein bis zwei Fragezeichen, aber das wird schon klappen. Außerdem bin ich guter Dinge, dass ich auch auf die Erfahrung von Christian Krziwanie setzen kann“, erklärt Pabst weiter.

Uchtspringe in der Favoritenrolle

Die Vorzeichen vor dieser Partie sind unabhängig davon aber klar. Die Mediziner sind der haushohe Favorit.

„Uchtspringe ist eine eingeschworene und eingespielte Mannschaft, die alles kann. Kämpfen und Dreck fressen, allerdings auch Fußball spielen“, schätzt Pabst den heutigen Gegner ein.

Uchtspringe sammelte im bisherigen Saisonverlauf schon 24 Punkte und rangiert derzeit nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber Tangermünde, auf dem zweiten Rang. Folglich haben die Ostaltmärker die drei Punkte in Gardelegen fest eingeplant, um weiter Druck auf die Spitze auszuüben.

Der Aufsteiger aus Gardelegen hat indes ganz andere Probleme. Die SSV-Reserve steht derzeit bei nur drei Punkten. Weil der SV Germania Tangerhütte zuletzt zweimal in Folge gewann, (darunter gegen Gardelegen II), wuchs der Rückstand zum rettenden Ufer auf sieben Zähler an.

„Wir sind natürlich krasser Außenseiter und haben kaum Selbstvertrauen. Wir müssen defensiv sehr gut stehen, den Kampf annehmen und dürfen uns nicht den Schneid abkaufen lassen“, gibt Pabst einen Einblick in seine Überlegungen. Sollte heute alles normal laufen, wird der SV Medizin Uchtspringe die drei Punkte mitnehmen. Schiedsrichter: Steffen Look

Rossauer SV - SV Liesten

Seit der Derbyniederlage in Salzwedel konnten die 22er fünf Ligaspiele in Folge gewinnen. Durch diesen Lauf beträgt der Rückstand zur Tabellenspitze nur noch zwei Zähler. Natürlich wollen die Liestener ihren Trend beim Rossauer SV fortsetzen. Leicht wird dies jedoch nicht.

Aufsteiger Rossau stellte eindrucksvoll die eigene Stärke unter Beweis und setzte sich beim SV Eintracht Salzwedel 09 mit 4:1 durch. Der RSV war kompakt, gut organisiert und laufstark. Zudem verfolgten die Ostaltmärker offensiv einen klaren Plan und gaben dort keinen Ball verloren.

So schätzt auch Michael Piotrowski die Ostaltmärker ein. „Ich kenne Christian Schulze von der Trainerausbildung und weiß deshalb, dass Rossau gut organisiert gegen den Ball arbeitet und sehr unbequem sein kann“.

Das ändert aber wenig an der Ausgangslage. Schließlich belegen die Rossauer - trotz des überraschend deutlichen Sieges in Salzwedel - mit 13 Punkten den neunten Rang. Somit ist klar, dass Liesten auch  als Favorit anreist. „Wir wollen wie immer unser Spiel durchdrücken. Rossau wird defensiv gut stehen und auf das Umschaltmoment hoffen. Folglich brauchen wir selbst auch eine gute Konterabsicherung“, gibt Piotrowski einen kleinen Einblick in seinen Matchplan. Die Zielsetzung im Vorfeld ist klar: „Wir wollen oben dranbleiben. Alles andere, außer die drei Punkte, ist somit keine Alternative“, wie Piotrowski erklärt.

19 Mann stehen SVL 22 zur Verfügung

Personell sieht es beim SV Liesten im Vorfeld gut aus. „Wir haben zwei bis drei angeschlagene Spieler. Aktuell stehen aber 19 Mann zur Verfügung. Wir reisen folglich fast mit voller Kapelle an“, erklärt ein gut gelaunter Piotrowski weiterhin. Schiedsrichter: Karsten Fettback

Eintracht Salzwedel - MTV Beetzendorf

Die „Englische Woche“ verlief aus Sicht des SV Eintracht Salzwedel 09 katastrophal. Sollten die Salzwedeler auch gegen den MTV Beetzendorf verlieren und damit das vierte Spiel in Folge abgeben, können sich die 09er wohl schon frühzeitig vom Aufstieg verabschieden. Dieses Ziel wurde zwar nie klar formuliert, schwirrte aber nicht zuletzt aufgrund der vergangenen Saison in vielen Köpfen.

„Wir haben aktuell kein taktisches und auch kein spielerisches Problem. Es ist eine rein mentale Sache. Wenn es nicht läuft, wie nach dem Ausgleich gegen Rossau, geben wir einfach auf. Um dieses Problem zu lösen, gibt es nur eines: Erfolgserlebnisse“, wie der Salzwedeler Trainer Helge Kietzke erklärt.

Fest steht, dass die Jeetzestädter derzeit komplett verunsichert sind. Anders sind acht Gegentore aus den letzten beiden Spiele nicht zu erklären. „Acht Gegentore haben wir letztes Jahr in der gesamten Hinrunde bekommen. Ich will auch nicht meine Innenverteidigung auseinander nehmen, weil es nicht allein daran liegt. Aber wir machen in der Defensive aktuell zu viele individuelle Fehler“, erklärt Kietzke weiter.

Neben Lukas Biermann, Jan Hoefert und Raik Zipperling, wird lediglich Hannes Buchmeyer fehlen. Die 09er sind der Favorit und wollen vor heimischer Kulisse die drei Punkte einfahren.

Der MTV Beetzendorf reist als Tabellenzehnter als Underdog zur Salzwedeler Flora. Die Stärken und Schwächen sind untereinander bestens bekannt. Über die Defensivarbeit wollen die Beetzendorfer schon im Mittelfeld die Bälle erobern, um dann die schnellen Offensivleute in Szene zu setzen.

„Beetzendorf ist mannschaftlich geschlossen. Die Gegner tun sich gegen den MTV immer schwer. Zudem haben die Beetzendorfer mit Hannes Schulz, Nico Schulz und der Allzweckwaffe Fabian Panhey auch richtig gute Qualität auf dem Platz“, wie Kietzke den Gegner einschätzt. Von den letzten acht direkten Aufeinandertreffen, konnte Salzwedel sieben Spiele gewinnen. Schiedsrichter: Christian Braun

Heide Letzlingen - Lok Jerichow

Die Spielvereinigung aus Jerichow absolvierte bislang zehn Spiele und musste den Platz in all diesen Spielen als Verlierer verlassen. Mit null Punkten auf dem Konto, findet sich der Aufsteiger folgerichtig am Tabellenende wieder.

Deutlich besser, aber keinesfalls zufriedenstellend, sieht es dahingehend beim FSV Heide Letzlingen aus. Die Heide-Kicker spielen bislang eine durchwachsene Saison und finden sich mit 14 Zählern im Mittelfeld oder besser im Niemandsland der Liga wieder. Dennoch ist klar, dass die Letzlinger als haushoher Favorit ins Spiel gehen.

Auch ein paar personelle Probleme spielen dabei keine Rolle. Neben Andreas Schnecke und Christian Palutke, die beide gesperrt sind und somit ausfallen, ist auch Stefan Saluck privat verhindert.

„Das ist nicht schön, aber auch nicht schlimm. So können sich halt mal die anderen Spieler beweisen“, wie Dirksen Höft auf den leichten personellen Aderlass reagiert. Somit ist die Zielsetzung für morgen klar. Alles andere als die drei Punkte wären eine große Enttäuschung.

„Nur dann ist der 1:0-Auswärtserfolg in Uchtspringe auch etwas wert“, wie Dirksen Höft hinzufügt. Jerichow belegt zwar den letzten Platz, hat aber dennoch Qualitäten. „Sie sind nicht so schlecht wie es das tabellenbild aussagt. Wenn man zwei Tore gegen Liesten macht, ist schon irgendwo eine gewisse Qualität vorhanden“, erklärt Höft weiter.

Die Letzlinger wollen aus einer sicheren Defensive heraus und mit einer guten Konterabsicherung agieren. Zudem will die Höft-Elf selbst viel Druck ausüben, um so zum Torerfolg zu kommen.

Im Vorfeld ist es kaum vorstellbar, dass der FSV Heide Letzlingen die erste Mannschaft ist, die gegen Jerichow Punkte liegen lässt. Läuft  alles nach Plan, werden die Platzherren ihr Spiel nicht nur knapp, sondern deutlich gewinnen. Schiedsrichter: Thomas Görges