Letzlingen l Die Mannschaft von Trainer Dirksen Höft verlor gegen Germania Tangerhütte aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit mit 0:3 (0:0) und verharrt damit weiterhin auf Position neun der Landesklasse 1.

Heide beginnt couragiert

Die Germanen dagegen durften ihren ersten Auswärtssieg der Saison bejubeln und entführten drei Punkte aus Letzlingen. Die ersatzgeschwächten Gastgeber, bei denen fünf Stammspieler wegen Sperren oder Verletzungen zum Zuschauen verdammt waren, begannen zunächst gut und hatten die bessere Spielanlage.

Vor allem lauerte FSV-Angreifer Günter Ahlfeld auf Fehler seiner Bewacher, die mit guten Läufen in die Tiefe provoziert wurden. So geschehen mit der ersten Chance für die Letzlinger, als Ahlfeld seine Bewacher abschüttelte und bis zur Grundlinie vordringen konnte. Ungestört durfte Ahlfeld den Ball flach in den Fünfmeterraum legen, konnte allerdings keinen Assist verbuchen, da der Fünfer unbesetzt blieb (10.)

Unmittelbar danach versuchte es Kapitän Kay Knackmuß mit einem Volleyhammer aus zehn Metern, scheiterte aber am soliden Rückhalt Konrad Buschendorf im Tor der Gäste.

Die Gäste schienen in Halbzeit eins alles andere als sattelfest in der Defensive zu sein. Bei Flanken und Eckbällen beschäftigten die Letzlinger den Gast und schnürten die Germanen ein. Die Klärungsversuche der Roten landeten oft im Zentrum, aus welchem Fabian Schlamann sich absetzte, und in Minute 20 aus gut und gerne 25 Metern versuchte, Torhüter Buschendorf zu überwinden. Doch Buschendorf nahm konzentriert die Fäuste zur Hilfe. Der Torwart-Routinier hielt für seine Vorderleute hinten die Null.

Torlos in die Halbzeit

Nach rund 30 gespielten Minuten konnten die Hausherren andeuten, weshalb sie in der Vorsaison noch das Maß aller Dinge in der Landesklasse Staffel 1 waren. Doch statt sich den Gegner zurechtzulegen, nahm die Truppe von Dirksen Höft das Tempo heraus und ließ die Gäste in Richtung eigenes Tor gewähren.

Tangerhütte arbeitete sich zurück ins Spiel und spielte Chris Ruf frei, der im Eins gegen Eins an Torhüter Thomas Lubke scheiterte (40.). Kurz vor der Pause scheiterte auf der Gegenseite Ahlfeld im Eins-gegen-Eins-Duell mit einem Heber. Zur Halbzeit stand bei beiden Teams trotz guter Möglichkeiten die Null.

Germania in zweiter Hälfte effektiv

Halbzeit zwei sollte dies ändern. Der FSV verschlief den Beginn und gewährte Christian Englich den Weg zum 0:1 (55.). Der FSV wirkte geschockt. Die Verunsicherung war den Hausherren nach dem Gegentor anzumerken. Nach dem 0:2 hing Angreifer Ahlfeld in der Luft. Das Offensivspiel der Hausherren legten die Gäste lahm. Das 0:2 auf der Gegenseite, durch einen wunderbaren Heber von Remo Greczmiel über Torwart Lübke hinweg (65.), manifestierte die Unsicherheit im Passspiel des FSV noch mehr.

Die Gastgeber fanden dann auch keine Lösungen mehr, um die Germanen in Gefahr zu bringen. Im Gegenteil: Mit dem 0:3 per Kopf - erneut durch Christian Englich (71.) - besiegelte Tangerhütte das Schicksal des FSV Heide und siegte am Ende völlig verdient.