Salzwedel l Während der FSV Heide Letzlingen noch einmal ein wahres Feuerwerk abbrannte, den MTV Beetzendorf mit 10:3 in die Schranken wies und danach ausgiebig die bereits im Vorfeld feststehende Meisterschaft feierte, war die Trauer beim SV Eintracht Salzwedel nach dem 1:1-Remis in Tangermünde sehr groß.

Der SV Liesten konnte zum Abschluss den bereits abgestiegenen SV Grün-Weiß Potzehne mit 7:0 vom Feld fegen und kletterte durch diesen Dreier noch auf Rang vier.

Letzlingen krönt gute Saison

Über ein Thema sollten sich in dieser Saison alle Landesklasse-Vertreter einig sein. Der FSV Heide Letzlingen spielte unter ihrem neuen Trainer Dirksen Höft eine überragende Saison.

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Die Heide Kicker führten das Klassement seit dem dritten Spieltag an und ließen sich für den Rest der Saison auch nicht mehr vom Platz an der Sonne verdrängen. Während der FSV, der mit Christian Wernecke, Torsten Kühnast oder Stefan Saluck - um nur einige zu nennen - nur so vor Erfahrung und einer gesunden Portion Selbstvertrauen strotzte, in der Hinrunde 32 Punkte sammelte, erlaubten sich die Letzlinger nach der Winterpause ein Remis zu viel und kamen „nur“ auf 30 Punkte.

Am Ende war es vor allem für die ältere Generation noch einmal ein richtiges Highlight zum Abschluss einer langen Fußballerlaufbahn, die sich in den nächsten ein bis zwei Jahren dem Ende entgegen neigt.

Hoffnungen bei der Eintracht

Nachdem der FSV Heide Letzlingen auf sein Aufstiegsrecht verzichtete, rief das natürlich in erster Linie die beiden Verfolger aus Möringen und Salzwedel auf den Plan. Vor allem der SV Eintracht Salzwedel, der von seiner Altersstruktur her noch sehr jung ist, machte sich demnach große Hoffnungen, Platz zwei zu behaupten und damit in die Landesliga aufzusteigen.

Am Ende wurde das jedoch bekanntermaßen nichts. Ein Remis in Tangermünde genügte der Mannschaft von Helge Kietzke nicht. Die Jeetzestädter gingen nicht mit den ganz großen Erwartungen in die Saison und starteten - mit drei Niederlagen aus den vier Spielen – auch denkbar schlecht.

Eintracht verschenkt den Aufstieg

Dann allerdings folgte der 3:0-Auswärtserfolg in Liesten, der wie eine Initialzündung wirkte. Fortan lief es nämlich bei den 09ern, die sich im weiteren Verlaufe der Saison zu einer Spitzenmannschaft entwickelten, am Ende jedoch nicht den ganz großen Wurf schafften.

Neben dem verpassten Aufstieg, hatten die Kreisstädter auch im Kreispokalfinale das Nachsehen und mussten sich dem SV Liesten 22 beugen.

Stattdessen wird in der nächsten Saison der Möringer SV in der Landesliga an den Start gehen. Die Diekmann-Elf fertigte am letzten Spieltag den SV Rot-Weiß Arneburg ab und feierte anschließend ausgiebig mit dem eigenen Anhang den Aufstieg.

Liesten mit schwankenden Leistungen

Der SV Liesten zeigte in dieser Saison zwei Gesichter. In der Hinrunde kam die Elf von Michael Piotrowski nur auf 18 Zähler. Der SVL spielte zwar in vielen Partien sehr gefällig, schaffte es aber oftmals eben nicht die nötige Durchschlagskraft zu entwickeln und machte insgesamt einfach zu wenig Tore. Hinzu kam in vielen Spielen das fehlende Glück, das in vielen Situationen einfach dazu gehört und somit unabdingbar ist.

Nach der Winterpause änderte sich das aber. Die 22er steigerten sich im Verlaufe der Saison und landeten am Ende doch noch auf dem anvisierten vierten Platz, der nach der Hinrunde wohl auch das Maximum war.

Im Kreispokal krönten die Rand-Salzwedeler ihre Saison. Liesten konnte im Finale in Arendsee den SV Eintracht Salzwedel knapp und wohl auch etwas glücklich mit 2:1 bezwingen und machte damit sein Titel-Hattrick perfekt.

MTV feiert Klassenerhalt

Für den MTV Beetzendorf ging es vom ersten Spieltag nur um den Klassenerhalt. Die Elf von Michael Banse hinterließ in der ersten Saisonhälfte noch einen sehr ordentlichen Eindruck. Mit 15 Zählern auf dem Konto, konnte sich der MTV frühzeitig ein kleines Polster zur Gefahrenzone erarbeiten.

Allerdings hatten die Beetzendorf schon damals und auch nach der Winterpause mit fast schon chronischen Verletzungssorgen zu kämpfen. Dies spiegelte sich in der zweiten Saisonhälfte dann auch in den Ergebnissen wieder.

Klassenerhalt früh perfekt

In der Rückrunde weisen die Beetzendorf nämlich die Statistik eines Absteigers vor. Mit mageren fünf Punkten war lediglich das Tabellenschlusslicht aus Grieben noch schlechter. Am Ende langte es aber doch für den Klassenerhalt.

Potzehne steigt ab

Großen Anteil daran hatte allerdings auch der SV Grün-Weiß Potzehne. Die in die Jahre gekommene Mannschaft aus Potzehne spielte eine Hinrunde zum Vergessen, sammelte unter Erich Krümmling lediglich acht Punkte und hatte zum Jahreswechsel bereits vier Zähler Rückstand zum rettenden Ufer.

In der Winterpause präsentierte Potzehne dann mit Michael Friedrichs einen neuen und vor allem jungen Trainer. Unter Friedrichs wurden die Leistungen der Grün-Weißen zunächst etwas besser. Auch die Ergebnisse, so wie bei den Heimsiegen über Beetzendorf und Grieben, stimmten plötzlich.

Das Problem war jedoch, dass andere Sechs-Punkte-Spiele wie gegen Tangerhütte verloren wurden. Die sechs Punkte waren am Ende auch das einzige, was der ehemalige Landesligist nach der Winterpause zustande brachte. Am Ende war das natürlich viel zu wenig, um Beetzendorf als ärgsten Konkurrenten entscheidend unter Druck zu setzen, weshalb am Ende der verdiente Abstieg in die Kreisoberliga zu Buche stand.