Mieste l Nach wirklich miserablen Schlusszehnminuten haben die Handball-Männer der HSG Altmark West den fast schon sicher geglaubten Sieg gegen den Post SV Magdeburg noch verspielt und die Saisonheimpremiere doch noch mit 19:24 (10:9) klar in den Sand gesetzt.

Es war zum Haareraufen. Trainer Torsten Wagner und sicher auch seine Spieler und die zahlreiche Zuschauer verstanden nach der Schlusssirene in der Miester Sporthalle die Handballwelt nicht mehr.

Fassungslosigkeit nach Spielschluss

In einem sicherlich nicht hochklassigen und zeitweise zerfahrenen Spiel stand die HSG Altmark West am Ende als klarer Verlierer da. Und das, obwohl die Mannen aus der Altmark eine Viertelstunde vor Schluss noch mit 16:13 in Front lagen und Match und Gegner scheinbar unter Kontrolle hatten.

Was dann aber in der Schlussviertelstunde passierte, trieb nicht nur Coach Wagner die Schweißperlen und Zornesröte ins Gesicht. Unerklärlicherweise gelang den Hallenherren nichts mehr, der gegnierische Kasten schien vernagelt und die eigenen Fehler verhinderten immer wieder ein konstruktives Spiel.

Zunächst kamen die Miester gut ins Match. Über 2:2 (6.) hieß es schnell 5:3 (10.) und später sogar 8:5 (15.). Dabei sorgte die Mittelachse mit Seiler, Gürtler und Kleist für die nötigen Tore, und auch über die Außen - hier tat sich vor allem Hesser hervor - waren die Gastgeber erfolgreich. Die robusten Magdeburger hatten indes Abschlusspech, so dass das Ergebnis bis in Ordnung ging.

HSG führt zur Halbzeit

Bis zur Pause berappelten sich die Gäste aber etwas und kamen auf 10:9 heran.

Nerlich, Kleist und Seiler sorgten aber gleich zu Beginn der zweiten Hälfte für das 13:10 (34.) und die HSG hatte wieder alles im Griff. Die Kontrolle blieb auch bis zum 16:13 (45. / Nerlich hatte vom Siebenmeterpunkt getroffen), doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Zwar traf Seiler noch zum 17:15 (51.), doch dann war Schluss mit lustig.

Die Postler erzielten vier Treffer in Serie zum 17:19 (55.) und hatten das Match gedreht. Die HSG-Männer versuchten indes, mit Würfen aus dem Rückraum zu antworten. „Das müssen wir aber gegen die baumlangen Magdeburger aber spielerisch lösen und nicht mit wütenden Würfen von hinten. Das ist nicht die Qualität, die wir auf die Platte bringen wollten“, so Coach Wagner.

Während den Gästen nun alles gelang, fanden die Hallenherren dagegen kein Mittel mehr, um das Match vielleicht noch einmal zu ihren Gunsten zu drehen.

Statistik

HSG Altmark West: Kropf, Gutzeit - Lachmann, Gürtler (2), Röscher, Günther, Nerlich (3), Teitge, Texdorf (1), Seiler (6), Kleist (5), Hesse (2).

Siebenmeter: 3/7.

Zeitstrafen: 1.