Beetzendorf l Der üblicherweise als heimstark geltende MTV , ließ in der ersten halben Stunde eine Reihe hochkarätiger Chancen liegen und musste mit ansehen, wie Osterburg seine Chancen eiskalt nutzte.

Die Partie, in der die Beetzendorfer um Spielkontrolle und Stabilität bemüht waren, verdeutlichte das Vakuum des MTV im Mittelfeld. Vor allem Abräumer und Mittelfeldmotor Sebastian Eder wurde auf Seiten der Gastgeber schmerzlich vermisst. Gefährlich wurden die Beetzendorfer meist über Standardsituationen.

So geschehen in der 15.Minute, als Steffen Fricke aus fünf Metern in die Arme des prächtig aufgelegten Noel Mette, im Tor des OFC köpfte. Noch viel deutlicher zeigte sich das Effizienzmanko des MTV vor dem gegnerischen Tor, als Fabian Panhey nach 20 Minuten den Ball von der Fünfmeterraumkante auf den völlig blank stehenden Sebastian Spychalsky spielte, der den Ball nur noch einschieben musste. Stattdessen rutschte der Ball von der Innenseite Spychalskis neben das Tor.

Nachlässigkeit rächt sich

Die Fahrlässigkeit bei der Chancenverwertung sollte sich rächen. Moritz Noack spielte in Minute 36 den Ball in die Schnittstelle der MTV-Abwehr und erreichte Maximilian Rieger, der den Ball vor dem herauseilenden Keeper Markus Thiel, ins Tor spitzelt.

Das 0:2 der Gäste folgte nur vier Minuten später, als Jakob Gernecke einen Traumpass in die Tiefe spielte, der den starken Leon Franz erreicht. Franz legte den Ball von der Grundlinie zurück auf den völlig freien Marius Melms, der locker einschob.

Metzlaff-Treffer sorgt für Vorentscheidung

Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Beetzendorfer höher, um zurück ins Spiel zu finden und schnelleren Zugriff auf den Gegner zu bekommen. Doch Osterburg blieb cool, ließ sich nicht irritieren. Das 0:3 zog den Stecker des MTV. Den Treffer besorgte Dribbling-könig Lennart Metzlaff, der die Abwehr des MTV schwindelig spielte und den Gastgebern Kopfzerbrechen bereitete (50.).

Den Höhepunkt des Spiels bescherte dagegen ein Anderer. Leon Franz sorgte per Freistoß aus 20 Metern in den Winkel dafür, dass dem neutralen Beobachter warm ums Herz wurde.

Nach der Augenweide zum 0:4, bekam der MTV einen Foulelfmeter zugesprochen (80.), den Fricke jedoch in die Hände von Mette streichelte. In Gestalt von Metzlaff folgte das 0:5, das den gebrauchten Tag für den MTV perfekt machte.

„Nach dem 0:3 war die Spannung raus“, gab MTV-Co-Trainer Werneke offen zu. Osterburg-Coach Uwe Schmidt dagegen durfte sich freuen.

„Unsere läuferische Leistung war stark. Die Bereitschaft zu gewinnen war stets da. Mit einem 2:0 wäre ich auch zufrieden gewesen.“ Das Ergebnis war am Ende allerdings in der Höhe für den OFC verdient.