Jävenitz l Der SV Heide Jävenitz unterlag am Mittwochabend in einem recht ruppigen Testspiel zu Hause gegen den SV Medizin Uchtspringe mit 3:5. Die Mediziner nutzen dabei drei kapitale Torwartfehler aus. Die Jävenitzer Schützenfestwochen gehen mit der Niederlage im Test also weiter.

Die Jävenitzer präsentierten ein schlechte Chancenverwertung, und individuelle Fehler sorgten für einen glücklichen Spielausgang auf Seiten der Uchtspringer.

Heide geht in Führung

Beide Mannschaften rieben sich zunächst auf der Jagd nach dem Ball in Zweikämpfen auf. Doch ungenaue Pässe sorgten nach intensivem Pressing und Balleroberungen für eine Neuordnung der Abwehrreihen. Die Mannschaft um Gäste-Coach Lars Reifke zeigte sich sichtlich überrascht, als Jävenitz zum ersten Torabschluss durch Florian Marunde (Außennetz) kam. Die Mediziner waren gewarnt. Die Jävenitzer um Kapitän Salam Naom kamen in der Folge zur ersten hundertprozentigen Chance, als der Ball von Marunde an die Grundlinie herein gebracht wurde und mit Petrov einen Abnehmer fand. Danach war Heides Naom mit Ball schneller als seine Bewacher und bediente mit toller Übersicht den eingelaufenen Petrov - 1:0 (17.).

Die Gäste reagierten alles andere als geschockt und benötigten nicht viel Anlaufzeit, um seinerseits mit Offensivdrang aufzuwarten. Nach einem Freistoß in der Hälfte des Gastgebers, gelang Brinkmann an den Ball und überwindet Torhüter Vollbeding - 1:1 (27.).

Mit Chipbällen aus dem Fußgelenk versuchte Medizins Brinkmann immer wieder die Abwehrkette des SVH zu überspielen. So geschehen in Minute 35., als der mitgelaufene von Stachelski den Ball erreichte und sich eine brandgefährliche Gelegenheit zum Einschuss ergab. Doch die Chance blieb ungenutzt.

Uchte dreht das Spiel vor der Pause

Die Führung zum 2:1 für Uchtspringe fiel nach einem Eckball. Dabei sah Verteidiger Sven Kunze alles andere als gut aus und schaute zu, wie Manuel Stoppa den Ball ohne Bedrängung aus fünf Metern einköpfte. Nach einem Pfostenschuss in der 45.Minute durch Scheel, pfiff Schiedsrichter Hannes Serien pünktlich zur Pause. Auf Serien sollte in der zweiten Hälfte aber noch viel Arbeit zukommen.

Vollbeding im Mittelpunkt

Die zweiten 45 Minuten war nicht die Halbzeit von Torhüter Vollbeding, der mit drei kapitalen Fehlern das Spiel zu Gunsten der Gäste entschied.

Leon Rothe war einer der Nutznießer vom individuellen Patzer Vollbedings, als er aus 25 Metern aufs Tor schoss. Der harmlose Ball setzte vor Vollbeding auf - 1:3 (50.).

Die Vollbeding-Patzer-Serie ging weiter, als der junge Keeper den Ball zu lange am Fuß führte und der frisch eingewechselte Tim Arndt ihm den Ball vom Fuß stibitzte und zum 1:4 einschob.

Das 1:5 konnte sich Vollbeding ebenfalls auf die Fahnen schreiben, nachdem ein harmloser Flankenball über den Handschuhe des Keepers rutschte und Lilge punktgenau auf die Stirn fällt.

Die Tore zwei und drei für Jävenitz folgten durch Naom (84.), nachdem ihn die Uchtspringer zum Torschuss einluden, und durch Staschock (87.) nach einem Torwartpatzer auf der Gegenseite.

Statistik

SV Heide Jävenitz: Vollbeding – Shakir, Wolter, Krüger, Kunze – Naom, Staschok (60.Weber), Reineke, Schönfeld – Marunde (30.Siegmund), Petrov (19.Müller)

Medizin Uchtspringe: Meinert – Roggenthin, Rothe, Bonatz, Lilge (67.Stein) – Adam, von Stachelski, Brinkmann, Scheel – Lenz, Stoppa

Tore: 1:0 Petrov (17.), 1:1 Brinkmann (27.), 1:2 Stoppa (42.), 1:3 Rothe (68.), 1:4 Arndt (68.), 1:5 Lilge (81.), 2:5 Naom (84.), 3:5 Staschok (88.).