Salzwedel l Im Altmarkderby gegen den 1. FC Lok Stendal setzten sich die Licht/Wagner-Schützlinge deutlich mit 4:0 (2:0) durch und klettern nach drei Spieltagen auf den zweiten Rang der Fußball-Verbandsliga. Die Eisenbahner aus Stendal rutschen nach der zweiten Saisonniederlage auf den zehnten Platz ab.

Im Salzwedeler Werner-Seelenbinder-Stadion erwischten die Gäste aus Stendal den etwas besseren Start. Die Lok-Kicker legten vom Anpfiff weg ein hohes Tempo an den Tag und wussten auch spielerisch zu überzeugen. Allerdings fehlte den Stendalern etwas die Durchschlagskraft, weshalb der Schuss von Marvin Berg (9./knapp vorbei) für eine gewisse Zeit die einzige Torchance der Gäste blieb.

Tarras bringt die Hausherren in Führung

Auf der anderen Seite konnte sich die SG Salzwedel hinten wie vorne auf die individuelle Klasse verlassen und ging direkt mit der ersten großen Möglichkeit in Front. Mattes Dierks wurde in Szene gesetzt und umkurvte den Lok-Keeper José Albino Radomski. Allerdings wurde Dierks dabei zu weit nach Außen getrieben und weiter vom Schlussmann verfolgt. Anschließend fand Dierks den besserpostierten Toni Tarras, der unter Bedrängnis die 1:0-Führung erzielte.

Dieser Treffer gab den Westaltmärkern spürbar die nötige Sicherheit. Fortan stand Salzwedel besser gegen den Ball und kam nun auch spielerisch besser ins Spiel. Nur zwei Minuten später fast das 2:0. Dieses Mal setzte Tarras den mitgelaufenen Finn Ole Krietsch in Szene, der jedoch in Radomski seinen Meister fand. Salzwedels Gian Grabowski machte es in der 22. Minute besser, legte sich den Ball in einer starken Szene selber vor, entlief dem Stendaler Innenverteidiger und hob den Ball dann auch noch über den herannahenden Schlussmann hinweg - 2:0.

Obwohl Grabowski in der 28. Minute das 3:0 erzielen hätte müssen (stark gehalten), darf man aber nicht unerwähnt lassen, dass Stendal nach vorne kein schlechtes Spiel machte. Der agile Elhadj Kamara (32./stark gehalten) hätte durchaus den Anschlusstreffer erzielen können.

Tarras glänzt auch als Vorbereiter

In den zweiten 40 Minuten war von Stendal allerdings kaum noch etwas zu sehen. Drei Minuten nach Wiederanpfiff wurde Dierks von Tarras bedient und schob das Leder überlegt zum 3:0 über die Linie. Damit war der Drops natürlich frühzeitig gelutscht.

Die neuformierte Spielgemeinschaft hatte in der Folge alles im Griff, ließ defensiv nichts mehr anbrennen und erspielte sich offensiv weitere Tormöglichkeiten. Am Ende machte Krietsch den Sack nach einem Traumpass von Leon Holtermann zu und erzielte den 4:0-Endstand.

Statistik

SG Salzwedel I: Le Minh - Wiese, Wagner, Müller, Grabowski, Dierks, Tarras, Reichelt, Holtermann, Licht, Krietsch (Picht, Lemke, Gose, Kagels).

1. FC Lok Stendal: Radomski - Mukbel, Berg, Lehmann, Kamara, Pusch, Henning, Schmidt, Elsner, Devyatov, Ritzmann.

Torfolge: 1:0 Toni Guido Tarras (10.), 2:0 Gian Grabowski (22.), 3:0 Mattes Dierks (43.), 4:0 Finn Ole Krietsch (77.).

Schiedsrichter: Cederic Camehl.

Zuschauer: 17.