Gardelegen l Mit einem deutlichen 6:1 (2:0)-Auswärtserfolg beim Ligakonkurrenten SSV 80 Gardelegen II , hatte der Kreisliga-Zweitplatzierte keine große Mühe, die Runde der letzten Vier zu erreichen.

Individuelle Qualität als Trumpf

Allerdings boten die Gastgeber der SG einen großen Kampf, waren in der ersten Hälfte im spielerischen Bereich ebenbürtig, strahlten aber vor der Kiste wenig Gefahr aus. Auf der anderen Seite, waren die Gäste mit Leon Noel Rathke, Collin Kirmeß und Felix Peter Neuschulz qualitativ besser. Schon im Ligaspiel in Jübar (3:1 für die SG) wurde dieser Unterschied deutlich.

Dennoch waren es überraschender Weise die Platzherren, die versuchten, das spielerische Zepter an sich zu reißen, was phasenweise gelang. Die SG stand zu Beginn geordnet an der Mittellinie und lauerte auf Ballgewinne. Danach ging es recht schnell. So auch beim 0:1. Rathke lief nach Ballgewinn allein auf SSV-Keeper Göring zu, doch der konnte gerade noch parieren. Den weiter in Richtung Tor kullernden Ball, kratzte Maxi Röttger von der Linie, spielte ihn aber direkt in die Füße von Valentin Schlundt, der einschieben konnte.

Auch das 2:0 sollte nicht lange auf sich warten lassen. Diesmal zeigte sich Rathke kaltschnäuziger und traf nur drei Minuten nach dem 0:1, zum 2:0 für die SG. Die Gesichter der Gardelegener Spieler sprach Bände. Die Enttäuschung war dem Underdog anzusehen. Der Rückstand fühlte sich bereits wie eine Vorentscheidung an.

In den verbleibenden 15 Minuten verteilten sich die Spielanteile. Kleinere Chancen gab es auf beiden Seiten. Für die Gardelegener vergab Röttger per indirektem Freistoß im Strafraum, die beste Gelegenheit für die Platzherren. Der Ball strich knapp am linken Winkel vorbei. Auf der Gegenseite suchten die Jübarer immer wieder den baumlangen Kirmeß, dem das Schusspech aber am Stiefel klebte.

SSV drängt auf den Anschluss

Doch die Gardelegener kamen motiviert und hellwach aus der Kabine. Trainer Marcel Thiele hatte an seine Mannen scheinbar die richtigen Worte gerichtet und sie motiviert. Beinahe hätte dies Früchte getragen. Gleich zu Beginn parierte SG-Schlussmann Niklas Kehr einen straffen Schuss von Jannis Bade. Danach hatte Enis Pepa den Anschluss auf dem Fuß, doch auch er scheiterte.

Danach kam es aber wie es kommen musste. Rathke gewann den Zweikampf gegen Lisa Siegel und schloss wenig später zum 3:0 ab. Damit war das Spiel praktisch entschieden. Doch für einen kleinen Hoffnungsschimmer sorgte dann Pepa. Der Gardelegener Wirbelwind bekam den Ball in den Lauf gespielt, tanzte Timo Queckenstedt aus und traf zum 1:3-Anschluss für den SSV II.

Gäste mit torreicher Schlussoffensive

Dies sollte allerdings das letzte Erfolgserlebnis an diesem Morgen für die Gastgeber bleiben. Fortan sicherten die Gäste die eigene Hälfte und vor allem den Kasten wieder eindeutig besser ab. in der Offensive sorgten die Hausherren für die nötigen Treffer. Auch Kirmeß legte nun seine Ladehemmungen ab und traf per Doppelpack zum 5:1. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Kevin Leon Napierella fünf Minuten vor dem Ende mit dem 6:1. Während die SG Jübar/Diesdorf/Langenapel mit dem Sieg weiterhin alle Hoffnungen auf den Pokal-Triumph aufrecht erhält, bleibt dem SSV II nur der Liga-Alltag.

Statistik

Torfolge: 0:1 Felix Peter Neuschulz (8.), 0:2, 0:3 Leon Noel Rathke (12., 33.), 1:3 Enes Pepa (37.), 1:4, 1:5 Colin Kirmeß (42., 55.), 1:6 Kevin Leon Napierella (56.).

SSV 80 Gardelegen II: Göring - Büchau, Fehse, Grothe, Bade, Siegel, Schubert, Röttger, Ahlfeld (Pepa, Baum, Mertens).

SG Jübar/Diesdorf/Langenapel: Kehr - Junke, Rathke, Zajfert, Schlundt, Neuschulz, Stowitschek, Yaman, Kirmeß (Lapsch, Napierella, Müller, Queckenstedt).