Gardelegen l Doch nun wartet mit dem FSV Grün-Weiß Ilsenburg ein ganz anderes Kaliber auf die Elf von Coach Norbert Scheinert. Dennoch will der SSV 80 aus dem Harz etwas mitbringen. Dass damit nicht nur die Brockenhexe, oder ein Schierker Feuerstein gemeint sind, dürfte allen klar sein. Vielmehr sollen Punkte im Gepäck liegen - wenn möglich sogar deren drei.

Die Ilsenburger sind noch nicht richtig im neuen Spieljahr angekommen. Während es in der ersten Landespokalrunde beim unterklassigen SV Rot-Weiß Arneburg gar ein 0:8 hagelte, hieß es am vergangenen Wochenende zum Ligastart 3:4 beim VfB Ottersleben.

Ilsenburg verliert zum Auftakt

Dabei führten die Mannen um Coach Mike Stötzner an der Elbe bereits mit 3:1, mussten im Schlussgang aber deutlich Federn lassen.

Ein Blick auf den Kader der beschriebenen Spiele sagt aber eindeutig aus, dass jeweils über die Hälfte der möglichen Akteure noch fehlten. Das könnte am Sonnabend gegen Tabellenführer Gardelegen schon wieder ganz anders aussehen.

„Wir wissen schon wie wir das Spiel gegen Niegripp einzuordnen haben. Uns ist klar, dass da noch ganz andere Teams kommen werden und dass es in der Liga anders zugeht“, so Scheinert nach dem 9:0-Erfolg am Wochenende.

Der Blick geht aber bereits - auch unter der Woche beim Traning - streng in Richtung Auswärtsspiel in Ilsenburg.

SSV hat ein festes Ziel

In der vergangenen Saison schafften es die SSV-Kicker nicht, gegen die Grün-Weißen voll zu punkten. Das Ziel jedoch, drei Punkte einzufahren, haben sie sich Mal gesetzt.

Anreisen werden die Altmärker natürlich mit breiter Brust. Mit dem 9:0 im Rücken und einem neuen Spielsystem (Scheinert: „Ich bin doch überrascht, wie gut das schon greift“) fürchtet der SSV 80 weder Ball noch Gegner.

Doch Vorsicht ist geboten. Bei den Ilsenburgern kehren einige Akteure in die Mannschaft zurück, die die Qualität drastisch erhöhen werden.

„Wir erwarten einen ganz anderen Gegner als Niegripp. Wir stellen uns auch auf eine schwere Partie ein. Ilsenburg bringt alles mit, um eine Spitzenmannschaft zu sein. Sie sind sehr spielstark und kompakt. Aber wir wollen uns nicht verstecken und unser Spiel durchbringen. Ich denke, dass ist uns in den vergangenen Spielen schon ganz ordentlich gelungen“, so SSV-Trainer Norbert Scheinert.

Der muss aber neben den Langzeitverletzten Clemens-Paul Berlin (Schulter) und Max Preuß (Knie) auch noch auf Hannes Winkel (Beruf) und Keeper Marc Mette (Zahn-OP) verzichten. Die aus dem Niegripp-Spiel angeschlagenen Daniel Stehr und Marvin Bogdahn dürfte aber wieder fit sein.