Salzwedel l Mit einem 29:28 (12:16)-Auswärtssieg in der Regionsoberliga gegen die HSG Heidmark II haben die Handballfreunde Altmark-Wendland den Bock nun endgültig umgestoßen. Auch wenn am Sonntag der Sieg unnötig knapp ausfielen, zählen am Ende die Punkte, und dass die Salzwedeler das dritte Match in Folge nicht verloren haben.

Aber: „Die letzten Punkte wären nichts wert gewesen, hätten wir hier die Punkte hergeschenkt“, erklärt Spieler Björn Drangmeister. Dementsprechend zurückhaltend war das Spiel, da es diesmal etwas zu verlieren gab. Die Salzwedel-Lüchower konnten zwar anfangs in Führung gehen, doch der Gastgeber kam immer besser ins Spiel. „Im Angriff wurde zwar relativ gut agiert, dafür fand eine Abwehr gar nicht statt. Somit wurden die Gastgeber zu vielen einfachen Toren eingeladen“, moniert Drangmeister.

Führung zur Halbzeit

Mit fortschreitender Spielzeit schlichen sich dann auch viele technische Fehler in der Vorwärtsbewegung ein. Hinzu kamen hektische, überschnelle und damit ungenaue Abschlüsse und Anspielversuche im Angriff. Dies nutzten die Heidmarker um vor der Pause einen kleinen Zwischenspurt zu einer etwas größeren 16:12-Halbzeitführung einzulegen. „Ein unnötiger Rückstand“, schätzte Spieler Daniel Kolley ein.

„Für die zweite Halbzeit wurde nochmal daran erinnert, wie wichtig das Spiel für die Tabelle ist. Dass der Gegner keine Übermannschaft ist, hat jeder gesehen“, sagt Drangmeister. In der zweiten Hälfte galt es, dies auch aufs Spielfeld zu bringen. „80 Prozent reichen eben nicht, um in solchen Spielen zu bestehen“, unterstreicht Björn Drangmeister.

Ausgleich nach dem Schlusspfiff

Die mahnenden Worte sind einigermaßen angekommen und so gelang es, gerade in der Abwehr Beton anzurühren. Immer wieder wurde der Ball erobert. Durch weiterhin gehäufte Fehler im Angriff konnte dies relativ schnell zum Aufholen aber nicht zum Überholen genutzt werden. Mit kleinen Schritten und ausreichend Durchhaltevermögen konnte etwa 15 Minuten vor Schluss dann doch erstmals wieder zur Führung eingeworfen werden.

Spannung bis zur Schlussphase

Wer nun dachte, dass beim Gegner alle Dämme brechen, sah sich getäuscht. Mit einem harten Stück Arbeit konnte 45 Sekunden vor Schluss die 29:28 Führung erzielt werden. Danach wurde 15 Sekunden vor Spielende noch einmal erfolgreich der Ball abgenommen und mit Ach und Krach bis zum Schluss behauptet. Ein Tempogegenstoß der HSG Heidmark landete erst nach dem Abpfiff im Tor der Handballfreunde. „Das waren mit die längsten Sekunden meines Lebens“, beschreibt Spieler Daniel Kolley die Spannung kurz vor der Schlusssirene.

„100 Prozent sind es nach der Halbzeitansprache nicht geworden, aber 90 Prozent haben am Ende knapp gereicht. Für Punkte im nächsten Heimspiel gegen Soltau reicht das aber nicht. Für den Moment konnten wir mit diesem Sieg aber Anschluss ans Tabellenmittelfeld halten und sogar ein paar Plätze nach oben rutschen“, erklärt Björn Drangmeister. Daniel Kolley hofft gegen Soltau auf eine Leistungssteigerung, die Unterstützung der Fans und sieht dann die Chance auf einen Punktgewinn gegen den Tabellenführer. „Vergangene Saison haben wir zu Hause ebenfalls einen Punkt geholt“, ist Kolley optimistisch.

Die Begegnung gegen den MTV Soltau II wird am Sonnabend, 29. Februar, um 18.30 Uhr in der BbS-Sporthalle auf dem Salzwedeler Fuchsberg angepfiffen. Zu einer Premiere kommt es vor diesem Spiel. Denn die zweite Mannschaft der Handballfreunde Altmark-Wendland, die ihre Heimspiele normalerweise in Lüchow austrägt, läuft erstmals in Salzwedel auf. Das Team trifft in der Regionsklasse 2 Nord im Vorspiel auf den TSV Nettelkamp. Für die Zweitvertretung der Altmark-Wendland-Wölfe geht es darum, den Kontakt zur Tabellenspitze zu halten. Anwurf ist 16.15 Uhr.

Statistik

Handballfreunde Altmark-Wendland: Sven Schulze, Daniel Kolley, Karsten Jana (3/2), Niklas Klocke (6), Julius Hartmann (4), Mathias Delius (1), Patrick Zunder (5), Michael Schulze (1), Nick Helms (1), Gustav Gercke (8/3), Daniel Sakowski, Björn Drangmeister, Jeffrey Reichardt;

Siebenmeter: 5/6

Zeitstrafen: 1