Klötze l Nachdem zuletzt der ärgste Konkurrent HSG Osterburg I zweimal in eigener Halle bezwungen wurde, bewies der Kuhfelder SV, dass es auch auswärts geht. Beim VfB 07 Klötze siegte der Spitzenreiter deutlich mit 20:7 (12:3).

„Einmal noch gegen Osterburg gewinnen, das könnte schon reichen“, verriet Kuhfeldes Coach Markus Wolter, während er sich vor der Zinnberghalle seine wohlverdiente Feierabendzigarette gönnte. Sollten die beiden Teams am Saisonende punktgleich sein, was angesichts der Ausgeglichenheit beider Teams nicht utopisch scheint, zählt nämlich der direkte Vergleich. Von den insgesamt vier Duellen gegen die HSG gewann der KSV bislang zwei. Am 3. und 10. März treffen die beiden Spitzenteams dann jeweils in Osterburg aufeinander, wo dann spätestens die Entscheidung um die Kreismeisterschaft fallen wird.

VfB Klötze mit Personalsorgen

In diesen Fight werden die Klötzerinnen nicht mehr eingreifen können. Beim VfB sind die Personalsorgen in dieser Saison einfach zu groß, zu viele Leistungsträgerinnen stehen Coach Heiko Paul in den einzelnen Partien nicht zur Verfügung. So auch am Sonnabend, wo nur eine Ersatzspielerin auf der Bank saß. Schon allein in Sachen Personal lag ein klares Plus auf Seiten des KSV.

Der bestimmte dann auch von Beginn an das Geschehen in fremder Halle. Allerdings taten sich beide Teams zunächst schwer mit dem Torewerfen. Isabella Höft traf zwar in Minute drei zum 1:0 für die Gäste, doch erst vier Zeigerumdrehungen später landete das Leder zum zweiten Mal in den Maschen. Erneut Höft erhöhte auf 2:0 (7.). Als dann nach einer erneuten Torlosphase – beide Teams vergaben unter anderem einen Siebenmeter – Luise Schultheiß das 3:0 für den Primus markierte, waren bereits zwölf Minuten vergangen.

Noch immer war dem VfB Klötze kein Tor vergönnt. Erst in Minute 13 ließ Isabell Wiedner die Damen von der Purnitz zum ersten Mal jubeln (1:3). Dies änderte aber nichts daran, dass Kuhfelde das Geschehen weiterhin sicher im Griff hatte. Zwar schenkte Wiedner der insgesamt starken KSV-Torhüterin Janina Dittmann noch zwei weitere Treffer ein, doch die Wolter-Sieben – Jana Komnick, zweimal Elisa Zimmermann und Luise Schultheiß gelang dabei ein Vier-Tore-Lauf – zog bis zur Pause auf 12:3 davon. Damit stand bereits fest, wer als Sieger von der Platte gehen würde.

Kampf allein reicht nicht aus

So plätscherte der gesamte zweite Durchgang ohne großen Unterhaltungswert förmlich vor sich hin. Kuhfelde gab die Spielkontrolle nie aus der Hand, während dem VfB der Kampf allein nicht reichte, um noch einmal ernsthaft zurückzukommen. Die Gastgeberinnen nutzten von acht Siebenmetern nur zwei zu Toren – natürlich zu wenig gegen einen ausgeschlafenen Tabellenführer. Doch auch dieser ließ es im zweiten Durchgang ruhiger angehen und begnügte sich mit acht weiteren Treffern. Dagegen zu setzen hatte das Paul-Team noch drei Wiedner-Tore sowie einen Treffer von Elisa Lawerenz.

Mit nunmehr 10:2 Punkten auf dem Konto lässt sich für den Kuhfelder SV natürlich mit einem positiven Gefühl Weihnachten feiern.

VfB 07 Klötze: Witt – Schulze, Wiedner (6 Tore), E. Lawerenz (1), Nieder, Seipke, Paasche, Lagemann.

Kuhfelder SV: Dittmann – Thomas, Komnick (1), Zimmermann (7), Junghans, Schultheiß (3), I. Höft (9), Matzka, Konietzny, Balke.