Salzwedel l Der SVT Uelzen/Salzwedel ist Geschichte. Ab sofort gehen die Handballfreunde Altmark-Wendland als Salzwedel-Lüchower Wolfsrudel auf Torejagd.

„Ich gehe mit einem positiven Gefühl in die neue Saison“, erklärt Sebastian Schönfelder, Spieler und Pressewart der Handballfreunde Altmark-Wendland. Zur ersten Begegnung in der Regionsoberliga empfangen die Handballfreunde den MTV Tostedt in der Sporthalle der Salzwedeler Berufsschule. Anwurf ist um 16.30 Uhr am Samstag.

Routiniers bilden den Kern des Teams

Den Kern des Teams bildet die alte Garde der Männermannschaft des SVT Uelzen/Salzwedel. Dazu kamen in der Sommerpause Patrick Zunder vom VfB Klötze und die A-Jugendspieler Niklas Klocke und Torwart Sven Schulze aus Salzwedel sowie Julius Hartmann aus Lüchow. Außerdem rückt Nachwuchsspieler Jannis Wernecke von der zweiten in die erste Mannschaft auf. „Perspektivisch wollen wir weitere junge Spieler aus der zweiten Mannschaft in die erste hochziehen. Ich habe da schon ein paar Kandidaten im Auge“, erklärt Sebastian Schönfelder. Er und Merdly Warneke laufen künftige für die Reserve der Handballfreunde auf. „Wenn wir gebraucht werden, laufen wir auch für die Erste auf“, stellt Schönfelder klar.

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Seinen Optimismus für die Zukunft zieht der Pressewart auch daraus, dass die Herrenteams durch die Fusion der Salzwedeler und Lüchower Handballsparten viel breiter aufgestellt sind. „Wir werden nicht mehr mit sieben Mann zu Auswärtsspielen fahren“, kündigt Schönfelder an.

Während der Vorbereitungen bestritten die erste und zweite Mannschaft der Handballfreunde ein Turnier in eigener Halle gegen die HSG Altmark West II und den MTV Weferlingen. Die 1. Männermannschaft gewann das Turnier mit drei Siegen. „Die Jungs haben da schon sehr überzeugend gespielt. Außerdem habe ich positive Stimmung gemerkt. Die Leute sind wieder mit mehr Emotion dabei. Da kann etwas draus werden“, meint Sebastian Schönfelder und fügt hinzu: „Es kommt etwas aus der Jugend nach. Deshalb ist mir für die Zukunft nicht angst und bange. Wir müssen es aber schaffen, dass die Alten nicht zu früh die Lust verlieren und die Jungen dann in der Luft hängen.“

Zum Saisonstart fehlt der Leitwolf

Aber erstmal startet heute die neue Saison in der Regionsoberliga. Um auf den Punkt genau fit zu sein, haben die Sportler in der Vorbereitung etwas Neues ausprobiert. Bei Fox Training in Lüchow konnte mit Hilfe der der EMLA (elektronische muskuläre Leistungsanalyse) ein Vorbereitungskonzept entwickelt werden, um den Spielern visuell darzustellen, wo sich gegebenenfalls muskuläre Defizite befinden. Um diese Defizite auszumerzen, standen vier Extra-Einheiten auf dem Plan, bei denen die Spieler durch eine Art Intensiv-Training ihr Leistungsvermögen steigerten.

Bei all den positiven Entwicklungen im Salzwedeler Handball stellt das Training beziehungsweise der fehlende Trainer aktuell das einzige Problem dar, welches noch nicht gelöst ist. Es fehlt zum Saisonstart der Leitwolf an der Außenlinie. Während der Übungseinheiten macht sich aber auch in diesem Bereich bereits die Zusammenarbeit mit Lüchow bezahlt. Christian Ottens, Coach der zweiten Mannschaft, kommt jeden Dienstag nach Salzwedel und trainiert die Spieler. Ohnehin sei die Beteiligung an den Übungsstunden, die dienstags und donnerstags in Salzwedel und freitags in Lüchow stattfinden, gestiegen, sagt Schönfelder.

Am Sonnabend müssen die Spieler zum ersten Mal zeigen, wie der Leistungsstand der Handballfreunde Altmark-Wendland ist. Mit einer Prognose gegen den MTV Tostedt möchte sich Sebastian Schönfelder nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „Am Anfang der Saison ist es schwierig, den Gegner einzuschätzen, da man nicht weiß, ob er sich verstärkt hat. Aufgrund unseres guten Turniers rechne ich uns aber gute Chancen aus“, schätzt Schönfelder ein. Genaues wissen Spieler und Fans ab 16.30 Uhr in der BbS-Halle.