Salzwedel l Durch ein souveränes und ungefährdetes 35:25 gegen Absteiger HBV Celle wahrten die Handball-Männer des SVT Uelzen/Salzwedel in der Vorwoche ihre Chancen auf den Klassenerhalt in der Landesliga Lüneburg. Damit sie auch weiterhin hoffen dürfen, sollte am morgigen Sonnabend ein weiterer Erfolg her. Zu Gast sind die Westaltmärker nämlich ab 19 Uhr beim Mitkonkurrenten SG Luhdorf/Scharmbeck. Mit einem Auswärtserfolg könnten die Schützlinge von Trainer Klaus Gobat bis auf zwei Zähler an den Aufsteiger heranrücken.

Klingt doch sehr reizvoll, wären da nicht die personellen Probleme. Ausgerechnet in dieser wichtigen Partie muss Coach Gobat mehrere wichtige Akteure ersetzen. Patrick Zunder ist privat verhindert, Karsten Jana feiert seinen Junggesellenabschied, Björn Drangmeister fehlt aufgrund eines Trauerfalls in der Familie und auch der Einsatz von Sebastian Schönfelder ist mehr als fraglich. „Trotzdem werden wir alles versuchen“, weiß Salzwedels Trainer, dass es die wohl letzte Chance in Sachen Klassenerhalt ist.

Sekt oder Selters

„Bei einer Niederlage sind wir zu 90 Prozent weg“, fügt er an. Selbst bei einem Sieg müssten die Hansestädter in den letzten beiden Partien gegen Hollenstedt und Müden/Örtze noch einmal punkten und zudem auf weitere Ausrutscher der Konkurrenten hoffen. „Wir schauen von Woche zu Woche, mehr können wir erst einmal nicht tun“, so Klaus Gobat, dessen Sieben das Hinspiel deutlich mit 31:25 für sich entschieden hatte und sicherlich daran anknüpfen möchte.

Ein ähnliches Resultat wäre morgen in Luhdorf sicher schon eine mittelgroße Überraschung, denn die SG präsentierte sich zuletzt – die letzten fünf Begegnungen vor eigenem Publikum wurden allesamt siegreich gestaltet – sehr heimstark. „Sie haben eine tolle Serie hingelegt und sogar Spitzenteams geschlagen“, ahnt Gobat, dass es seine ersatzgeschwächte Sieben morgen alles andere als einfach haben dürfte. Doch wozu die Salzwedeler auch mit einem Minikader in der Lage sind, zeigten sie beispielsweise am 3. März im Gastspiel beim TuS Bergen. Dort musste sogar Torhüter Philip Duda als Linksaußen ran, dazu sah Patrick Zunder früh die Rote Karte und zu allem Überfluss verletzte sich Hendrik Eichblatt auch noch schwer. Dennoch hieß es am Ende „nur“ 22:26 aus Sicht der Westaltmärker.

„Wir hätten das Ding damals mit etwas Glück sogar wuppen können. Das war schon sensationell. Doch ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir in unserer derzeitigen Lage so eine Leistung noch einmal wiederholen können“, klingt Klaus Gobat eher pessimistisch. „Wer seine Nerven besser im Zaum hält, wird dieses Spiel gewinnen“, ist er sich sicher. Daher hofft der Coach, dass seine Sieben ihren Stiefel („Wenn wir die Nerven verlieren, wird es schwer“) solide und ruhig herunterspielt. Motivieren muss er sie wohl nicht mehr, denn die Spieler des SVT Uelzen/Salzwedel sollten sich spätestens bei einem Blick auf das Klassement der Bedeutung dieses Kellerduells bewusst sein.