Mieste l Wenn auch etwas schwer. Denn der 27:24 (14:12)-Heimsieg der HSGler gegen das Schlusslicht SV Eiche Biederitz fiel die Mannschaft vom Trainergespann Torsten Wagner und Dominec Soeder nicht leicht.

Die Begegnung gegen den Ex-Sachsen-Anhalt-Ligisten aus dem Jerichower Land hat eine Vorgeschichte. Dazu Trainer Wagner: „Die Biederitzer baten wegen personeller Engpässe um Verlegung. Wir haben abgelehnt, da wir bereits ein Nachholspiel gegen Klein Oschersleben, wir haben der Bitte des Kontrahenten entsprochen, auf dem Programm haben. Ein weiterer Nachholer wäre für uns terminlich nicht möglich gewesen.“

Biederitzer Rumpftruppe schlägt sich achtbar

So reisten die einst erfolgreichen Eichen, die bereits eine Partie (in Osterburg) wegen Absage als verloren gewertet bekommen haben, an. Mit einer „Rumpftruppe“, wie aus dem Biederitzer Lager zu erfahren war. Doch diese „Rumpftruppe“, zum Einsatz kamen unter anderem Akteure, die die 40 Jahre bereits überschritten haben, schlug sich achtbar. „Angesichts der personellen Schwierigkeiten der Eichen und dem Einsatz von älteren Akteuren war anzunehmen, dass unser Kontrahent in der Offensive nicht unbedingt auf Tempo setzten würde, sondern versuchen wird, die Angriffe lange auszuspielen“, erklärte Übungsleiter Soeder nach Abpfiff.

So kam es auch. Die Eichen spielten nicht behäbig, sondern kontrolliert auf und hatten, auch weil die Routiniers über gute Augen beim Abschluss verfügten, mit ihrer Taktik fast Erfolg.

Natürlich versuchte die HSG mit schnellerem Spiel dagegenzuhalten. Der Haken war jedoch der oft zu überhastet eingeleitete Abschluss. Besonders deutlich wurde das in der Schlussphase.

Partie bleibt bis zum Schluss spannend

Nach dem Kreisläufer Tim Röscher in der 48. Minute seine altmärkischen Farben erstmals mit fünf Toren in Front geworfen hatte (24:19), schienen die erwarteten zwei Zähler gegen den Tabellenletzten in Sack und Tüten zu sein. Waren sie aber nicht.

Denn es kam zu Aussetzern im Angriff. Die nutzten die Eichen, auch weil die HSG-Abwehr nicht genug attackierte, clever und konsequent. So stand es plötzlich 24:22 (56.). Aus Sicht der Gastgeber wurde es allerdings noch brenzliger. Grund: Spielmacher Maximilian Kleist kassierte nach seinem Treffer zum 25:22 (56.) eine Zeitstrafe. Die war weiteres Wasser auf die Mühlen der Eichen. Sie schoben sich auf 24:25 (58.) heran. Die HSG-Bank reagierte mit der zweiten Auszeit innerhalb von vier Minuten. Das zweite Luftholen fruchtete dann endlich.

Zwar wurde der anschließende Angriff nach Wiederanpfiff vergeben, doch HSG-Tormann Niklas Kropf parierte den Eiche-Gegenzug, während Max Texdorf zum 26:24 (60.) einnetzte und Maximilian Kleist zwei Sekunden vor der Sirene den 27:24-Schlusspunkt setzte.

Soeder zieht durchwachsenes Fazit

„Richtig in die Partie haben wir im Prinzip nie gefunden. Vielmehr haben wir uns der Spielweise der Biederitzer über weite Strecken angepasst. Daher war es keine Glanzleistung von uns. Die Hauptsache sind jedoch die zwei eingefahrenen Punkte“, resümierte nach Abpfiff Dominec Soeder.

Statistik

HSG Altmark West: Kropf, Gutzeit - Grabow (2), Gürtler (2), Otto (2), Röscher (1), Günther (3), Texdorf (4), Seiler (4/2), Kleist (8/1), Krause (1/43. Rote Karte).

Siebenmeter: 4/3;

Zeitstrafen: 8.