Köthen/Oebisfelde l Die Männer des SV Oebisfelde haben es schon mehrmals gekonnt – Landesmeister von Sachsen-Anhalt zu werden. Nun haben es die C-Mädchen des SVO ihren Vorbildern nachgeifert. Sie fuhren am Sonnabend dank des 23:17 (13:6)-Sieges bei der Handballgemeinschaft (HG) Köthen vorzeitig den Landestitel ein.

SVO-Historie um einen Meilenstein reicher

Die Schützlinge vom Trainergespann Frank Schulz und Steffi Müller, diese Steffi Müller ist allerdings nicht die Leiterin der Sparte Handball des SVO, sorgten mit dem Gewinn des Landestitels für einen echten Höhepunkt in der langen Geschichte des Oebisfelder Handballs. Dass die Mädchen aus der Allerstadt am Ende ganz vorn stehen, geht vollkommen in Ordnung. Denn in den entscheidenden Spielern gegen die Hauptkontrahenten HSV Magdeburg und Union Halle-Neustadt präsentierten sie sich nervenstark und siegten jeweils mit einem Tor Vorsprung. Mit diesen beiden Erfolgen legten sie den Grundstein für den bemerkenswerten Erfolg.

Am Sonnabend in Köthen wurde dieser nun in eine feste Form gegossen. Ein Selbstläufer wurde die Begegnung allerdings nicht. Die Gastgeberinnen, immerhin auf Rang vier der Tabelle notiert, wollten der Schulz-Sieben schon ein Bein stellen. Doch diese spielte nicht mit. Die Allerstädterinnen standen in der Abwehr sicher, holten sich dadurch das nötige Selbstvertrauen im Angriff. Dort spielte auch die individuelle Klasse einer Fenja Müller oder Lana Kalupke und auch die Regiequalitäten von Chiara Göhler eine wichtige Rolle. Doch nicht nur auf sie kam es an. „Wir sind sehr geschlossen aufgetreten“, lobte Trainer Schulz.

Aufgrund der aufmerksamen Arbeit in der Abwehr konnten die Gäste in der Köthener Heinz-Fricke-Halle schon sehr frühzeitig zur Entscheidung ansetzen. So lag der SVO nach 17 Minuten mit zehn Toren vorn. Mara Borrosch hatte zum 12:2 eingenetzt. Danach ließ es die Schulz-Sieben etwas ruhiger angehen, so dass Köthen leicht besser ins Spiel kam und den Rückstand bis zur Pause reduzieren konnte (6:13).

Vorentscheidung nach der Pause

Nach Wiederanpfiff ruckte der SVO wieder an und zurrte dank eines Fünf-Tore-Laufes, Fenja Müller (2), Mara Borrosch, Lana Kalupke und Stella Schwerdtfeger, stellten von 15:9 auf 20:9, den verdienten Erfolg und damit den Landestitel fest.

Am 22. Februar bestreiten die jungen SVO-Damen dann beim punktlosen Schlusslich HT Halberstadt ihre letzte Partie. Dort können sie sich eine Niederlage erlauben, da in der Endabrechnung die Spiele gegeneinander, in diesem Fall gegen Magdeburg und Halle-Neustadt, zählen.

Statistik

SV Oebisfelde: Schulze, Keller - Göhler (4), Wagner, Schwerdtfeger (2/1), Verter (1), F. Müller (7/2), Schulz (2), Borrosch (2), Krüger (1), S. Müller, Kalupke (4).

Siebenmeter: 4/3;

Zeitstrafen: 0.