Oebisfelde l In heimischer Hans-Pickert-Halle bezwangen sie im Klassiker die Handball-Gemeinschaft (HG) Köthen mit 33:31 (17:14). „Wir wollen an die Leistung der Vorwoche anknüpfen“, hatte SVO-Trainer Christian Herrmann im Vorfeld der Partie gegen den alten Kontrahenten aus der Bachstadt angekündigt. Zur Erinnerung: Vor einer Woche bezwangen die Allerstädter Aufsteiger HC Glauchau/Meerane in eigener Halle souverän mit 34:27.

Die Worte des Übungsleiters waren indes keine Hülsen, sondern seine Schützlinge setzten das angekündigte Vorhaben in die Tat um. Und das ziemlich eindrucksvoll. Die Oebisfelder knüpften nahtlos an die Vorstellung gegen Glauchau/Meerane an und legten sogar noch eine Schippe drauf.

Torwart Drese hat Rückraum im Visier

„Wir hatten uns natürlich einen Plan zurechtgelegt. Auch unser Tormann Thomas Drese. Er war besonders fokussiert auf den Rückraum der HG. Daher haben wir auf seinen Vorschlag nicht wie geplant in der Defensive mit einer Spitze gespielt, sondern standen im 6:0-Block. Im Endeffekt war es richtig. Die Abwehr hat mit Thomas Drese und später auch mit Manuel Weis im Tor funktioniert, und im Angriff haben wir ebenfalls viel Zählbares produzieren können. Das Verwerten der Möglichkeiten war meiner Meinung nach ausgezeichnet. Es war eine erneut starke Vorstellung der Jungs“, freute sich nach der Schluss-Sirene Trainer Herrmann.

Wer die Partie vor 150 zugelassenen Zuschauern, damit war die Halle ausverkauft, nicht verfolgen konnte, mag denken, dass es mit Blick auf den Ausgang eine enge Begegnung war. Doch so war es nicht.

Die Oebisfelder hatten im Prinzip früh alles unter Kontrolle. Es war ihnen anzumerken, dass sie den Sieg unbedingt wollten.

„Zwei Zähler einzufahren ist selbstverständlich immer unser Ziel, aber gegen einen alten Kontrahenten wie Köthen, ist dies immer etwas Besonderes“, kommentierte Christian Herrmann.

SVO früh in Führung

Das Signal auf Sieg stellten die Allerstädter wohl in Minute elf in Person von Christoph Borzucki. Der Linkshänder, Neuzugang vom nördlichen Verbandsligisten HSG Osterburg, traf vom Punkt zum 7:3. Die Oebisfelder blieben danach effektiv dran. Daniel Schliep- hake und Pascal Koitek, von den beiden Außenpositionen, sorgten unter anderem dafür. Und vor allem auch Mittelmann Alexander Vogel.

Er suchte immer wieder das Duell und konnte sich aufgrund seines Könnens auch oft durchsetzten. „Im Prinzip möchte ich aber keinen Akteur hervorheben. Es war eine sehr geschlossene Vorstellung“, so der SVO-Trainer.

Resultat: Die Oebisfelder lagen zwischenzeitlich mit sechs Treffern vorn (11:5; 12:6). Aber nicht mehr zur Halbzeit. Köthen verkürzte den Rückstand bis zum Kabinengang auf drei Tore (17:14).

SVO verwaltet Führung nach der Pause

Das Aufholen der HG störte die SVO-Männer aber nicht. Die Hallenherren steuerten nach Wiederanpfiff klar weiter Kurs Sieg. So hielten Alexander Vogel (22:17/37.) und der erneut überzeugende Moritz Drebenstedt (23:18/40.), ebenfalls ein Neuzugang, den Vorsprung bei fünf Toren.

In den letzten zehn Minuten kämpften beide Vertretungen dann mit offenen Visier. Köthen versuchte, auch schon vorher mit der Doppeldeckung gegen Alexander Vogel und Oliver Meinel, das Blatt noch zu wenden. Doch das klappte nicht.

Doppelpack sorgt für die Entscheidung

Die HG schob sich zwar bis auf zwei Treffer heran (26:28/53.), doch bis auf die Pessimisten unter der SVO-Anhängerschaft, hatte keiner der Fans Zweifel, dass die Punkte in heimischer Halle bleiben werden. Denn ihre Mannschaft blieb fokussiert und schlug erfolgreich zurück.

So Moritz Drebenstedt mit einem Doppelpack, dieser sogar in Unterzahl, zum 30:26 (56.). Damit war der erste Klassiker der neuen Saison, die hoffentlich zu Ende gespielt werden kann, durch. Am kommenden Sonnabend gastiert der SVO dann beim HC Einheit Plauen.

Statistik

SV Oebisfelde: Drese, Weis - Koitek (8), Drebenstedt (4), Kamm (2), Meinel (3), Vogel (4), Kalupke (1), Borzucki (4/3), D. Schliephake (5), M. Kleist, Sauer, E. Breiteneder (2).

Siebenmeter: 3/3;

Zeitstrafen: 2.