Klötze/Wahrsow l Die Kraftdreikämpfer des VfB 07 Klötze haben eine irgendwie verkorkste Bundesligasaison am Sonnabend im Rahmen der Dritten Wettkampfrunde der Staffel Nord beim Herrnburger AV auch verkorkst zu Ende gebracht. Dabei erfüllten die Altmärker ihr gestecktes Ziel nicht und blieben bei 1066 Punkten hängen.

Robert Bitter muss einspringen

Allerdings hatten sich die Klötzer um Trainer Günter Lüdecke schon etwas mehr vorgenommen, doch die ärgsten Befürchtungen des Übungsleiters traten ein. „Der letzte Wettkampf war ein Spiegelbild der ganzen Saison in der Bundesliga. Wenn man sieht, was wir eigentlich für Möglichkeiten haben, aber personell nicht das aufbieten können, was vorhanden ist, kommt das dabei heraus. Wir müssen die Saison im Verein aufarbeiten und unsere Schlüsse für das nächste Jahr ziehen“, so die klaren Worte von Lüdecke.

In der Summe lieferten die Klötzer beim Herrnburger AV den schwächsten Wettkampf der Bundesligageschichte ab und rutschen so in der Tabelle der Nordstaffel noch auf den siebten Platz ab. „Das ist genau das, was wir eigentlich verhindern wollten, aber die Gründe liegen ja auf der Hand und sind plausibel“, so Lüdecke, der in Herrnburg auch wieder als Kampfrichter gefragt war.

Stammkräfte nicht zu ersetzen

Grund Nummer eins war sicher die personelle Situation bei den Klötzern. So sagten Patrick Lösel, Prof. Dr. Sven Rogalski und auch Thomas Korell die dritte Runde im Vorfeld ab, so dass aus möglichen 1400 Punkten nur noch 1200 wurden. Grund Nummer zwei waren zwei ungültige Versuche von Jan Grigat mit 320 Kilogramm gleich in der Kniebeuge. Den dritten Versuch nahm der Recke vom VfB gar nicht in Angriff, da er sich bei seinen ersten Versuchen leicht verletzte. „Damit war natürlich klar, dass wir unsere Ziele nicht erreichen können. Jan fiel damit aus der Wertung und konnte uns nicht mehr helfen. So waren wir noch auf die Punkte von Ersatzmann Rober Bitter, der den Wettkampf allerdings im RAW-Modus absolvierte, angewiesen“, klärte der Übungsleiter auf.

Allerdings blieben die anderen drei Wettkämpfer - nebst Bitter - im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Bester VfB-Heber am Sonnabend war Lennard Alber. Zunächst stellte er eine neue Bestleistung in der Beuge mit 245 Kilogramm auf, ließ 130 Kilogramm auf der Bank folgen und schloss den Wettkampf mit ordentlichen 230 Kilogramm im Kreuzheben ab. Dafür bekam er in der Summe von 605 Kilogramm ordentliche 376,31 Zähler nach Wilks gutgeschrieben.

Ebenfalls solide war die Leistung von René Borchert. Der 70-Kilo-Mann stieg mit 200 Kilogramm in der Kniebeuge in den Wettkampf ein. Im Bankdrücken notierten die Kampfrichter 137,5 Kilogramm. „Da kann er sicher noch etwas mehr, aber ich war froh, dass er überhaupt so einen guten Wettkampf abliefern konnte“, so Lüdecke. Schlussendlich standen im Kreuzheben noch 167,5 Kilogramm im Wettkampfbuch. Für seine 505 Kilogramm sicherte er sich gute 374,81 Punkte.

Komplettiert wurde die VfB-Wertung von Bitter. 180 Kilogramm in der Beuge, 160 auf der Bank und 200 im Kreuzheben bedeuteten 540 Kilogramm und 315,31 Punkte. „Robert hat sicher bei allen Disziplinen noch Luft nach oben, aber eigentlich sollte er das Ergebnis nur absichern. Er befindet sich auch derzeit nicht in der Wettkampfvorbereitung, so dass seine Werte in Ordnung sind“, schätzt der Übungsleiter ein.

VfB rutscht in der Tabelle ab

Somit blieben unter dem Strich „nur“ 1066,43 Punkte für den VfB übrig. In der Tageswertung reichte es damit nur zum vierten Platz. Auch in der Gesamtwertung mussten die Klötzer weiter Federn lassen und rutschten ab.

„Wir werden darüber reden müssen. Ich muss wahrscheinlich auch wieder härtere Bandagen anlegen, wenn wir in der kommenden Saison wieder mehr Erfolg haben wollen. Es müssen Gespräche geführt und klare Bekenntnisse eingeholt werden. Nur so können wir in der nächsten Saison besser organisiert starten“, mahnt ein doch sichtlich geknickter Lüdecke an.