Kakerbeck l Klar, dass der kleine westaltmärkische Verein sich mächtig ins Zeug legte, um bei seinem Reit- und Springturnier am Wochenende für bestmögliche Bedingungen zu sorgen. In 19 Prüfungen freuten sich Vereinschef Eckhard Rickel und seine fleißigen Mitstreiter an zwei Tagen über um die 450 Nennungen. Das Wetter passte, die Verhältnisse auf dem Reitplatz sowie in der Halle – dort wurden die Dressurprüfungen ausgetragen – waren optimal und auch der Zuschauerzuspruch konnte sich sehen lassen.

Dennoch war TuS-Vorsitzender Eckhard Rickel etwas enttäuscht, dass einige Reiterinnen und Reiter trotz Meldung nicht erschienen waren. Dabei hatten die Kakerbecker im Vorfeld keine Kosten gescheut und sogar zwei Richter aus Hessen gewinnen können. „Dennoch sind wir mit der Zahl zufrieden. Unser Turnier wird gut angenommen, den Startern gefällt es hier“, verriet Rickel.

Seit er vor fünf Jahren den Vorsitz beim TuS übernommen hat, wurden viel Zeit und Mühen in die Reitsportsparte gesteckt. Die Reit- und Springturniere wechseln sich jährlich mit den Wettkämpfen im Fahren ab. „Beides zusammen bekommen wir nicht hin, dafür haben wir nicht genügend Personal. Gerade beim Fahren brauchen wir viele Leute zur Hilfe“, so Eckhard Rickel, der sich bei allen Helfern bedankte. Im nächsten Jahr ist dann vorerst wieder ein reines Fahrturnier in Kakerbeck geplant, das Reit- und Springturnier in 2020 wird hingegen mit einem ähnlichen Programm über die Bühne gehen.

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Freude über eigenen Schützling

Groß war die Freude beim Veranstalter speziell über die Leistungen von Juliane Kraus. Die TuS-Amazone sicherte sich nämlich gleich drei goldene Schleifen. Mit starken Wertnoten gewann Kraus, jeweils auf HJK Caipirissma, die Dressurpferdeprüfung der Klasse A (8,50), die Pony-Reitpferdeprüfung (8,60) und die Dressurponyprüfung der Klasse A (8,60). In den beiden letztgenannten Wettbewerben freute sie sich sogar über Doppelsiege. Eine vierte goldene Schleife holte der gastgebende Verein im Führzügelwettbewerb. Mit einer 8,20-Note setzte sich Imke Lüdecke dort auf Derry an die Spitze des Feldes.

Mit Jens Kampe drückte ein weiterer Altmärker dem Turnier seinen Stempel auf. Er zeigte sich im Springen in ganz starker Verfassung. Jeweils fehlerfrei setzte sich der Mann vom RFV Kunrau auf Lea vom Neumühler Hof in der Springprüfung der Klasse M* mit Stechen sowie auch beim Höhepunkt, der Springprüfung der Klasse M** mit Stechen, durch. Weitere Siege für den Kunrauer Verein fuhren Sarah Jürgens auf Quintus in der Springprüfung der Klasse L und Marie-Sophie Feniuk auf Collin K in der Stilspringprüfung der Klasse E ein.

RFV Mieste überzeugt

Dass sie im Geschäft sehr gut mithalten können, zeigten aber auch die Aktiven des RFV Mieste. Finja Fuhrmann gewann auf Vanilla Sky die Dressurprüfung der Klasse E und Hanna Sophie Beyer auf Lavera die erste Abteilung der Punktespringprüfung der Klasse A**. Auch die für die RSG Sanne-Fleetmark startende Franziska Hosse sollte nicht leer ausgehen. Sie sicherte sich auf Beverly Hills mit einer Wertnote von 7,80 den ersten Platz in der Springpferdeprüfung der Klasse A**.

Mittlerweile einen Namen in der Dressur gemacht hat sich auch Johanna Pauline Kunze vom RFV Klötze. Sie gewann auf Blänsch H (8,50) die Dressurreiterprüfung der Klasse A. Dagegen wies Emma Borrosch in Diensten des RFV Breitenrode ihre Stärken im Springen nach. Sie entschied die Stilspringprüfung der Klasse A* auf Charles Brown für sich (8,20).

Immerhin zwei Gesamtsiege gingen auch in die Ostaltmark. Michaela Andert vom PSTV Rudolphital durfte auf Leandra A in der Springprüfung der Klasse A* ebenso jubeln wie Juliane Klara Nyenhuis vom RV Fürst Bismarck Schönhausen auf Lulu von Bayern in der Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse L. Die Altmark spielte also insgesamt wieder einmal eine sehr gute Rolle, was natürlich auch den Veranstalter TuS Blau-Weiß Kakerbeck umso mehr freute.