Arendsee l Auf dem Arendsse haben die H-Jollen-Crews ihre traditionelle Pfingstregatta ausgetragen. Den Sieg trug 2018 der Arendseer Christian Stock mit seinem Vorschotmann Sven Friedrich aus Hamburg davon.

Fünf Wettfahrten

Nach einem harten Tag am Sonntag auf dem Wasser waren die beiden Sieger sichtlich stolz auf ihren Erfolg. In fünf aufreibenden Wettfahrten hatten sie am Ende einen recht ordentlichen Dreipunkte-Vorsprung gegen Hans-Jörg Wohl aus Berlin herausgefahren.

Die Regatta begann für die Sieger alles andere als optimal. Am Sonnabend sollten alle Crews um 10 Uhr auf dem Wasser sein. Wettfahrtleiter Florian Stock hatte mit acht Rennen ein strammes Programm geplant.

Flaute wie so oft an Pfingsten

Doch es kam so, wie es so oft auf dem Arendsee an Pfingsten war. Ein Flautentag ist meist immer dabei und am Sonnabend kam nach einem trüben Vormittag die Sonne heraus – frühsommerliches Feeling auf dem Gelände und rund um den See, aber von Wind keine Spur. Das wurmte nicht nur den Wettfahrtleiter, der die Crews zwar auf das Wasser rief, sie aber unverrichteter Dinge wieder in den Hafen schickte.

Zum Glück hatten die Seglerfrauen im Hafen für Kuchen und Schnitzel mit Spargel gesorgt. Das entschädigte den einen oder anderen.

Strammer Wind aus Ost

Pünktlich zum Sonnenaufgang m Sonntag hatte sich das Wetter geändert. Die Sonne strahlte und der Wind stand stramm aus Ost. Florian Stock hatte zu 10 Uhr zum Start gebeten und auf die Minute ging es los. Die beiden späteren Sieger waren in diesem Rennen weit von ihrer Bestform entfernt und landeten auf dem neunten Rang. Das hatten sie sich anders vorgestellt.

Das Rennen gewann eine andere Arendseer Crew. Carlo Schütte mit Vorschotmann Andreas Dobrindt setzten ein Achtungszeichen. Im zweiten Rennen, das auch auf einem klassischen Dreieckskurs ausgetragen wurde, machten es Stock/Friedrich besser. Sie lieferten sich lange ein hartes Rennen mit dem Plöner Bootsbauer Thomas Bergner. Der gewann und lag nach seinem zweiten Platz im ersten Rennen jetzt vorn. Nachdem zwei Rennen im Kasten waren, kam es zu einer Neuerung bei der Pfingstregatta.

Erstmals kurze Rennen bei der Pfingstregatta

Erstmals wich ein Wettfahrtleiter vom Dreieckskurs ab und ließ up and down fahren. Die Crews müssen nach dem Start gegen den Wind kreuzen, umkehren und mit Rückenwind in das Ziel fahren. Das geht schnell, bringt viele Rennen und verzeiht aber auch kaum Fehler.

In diesen beiden Rennen fuhren Stock/Friedrich einmal auf 1 und einmal auf 3. Da jetzt vier Rennen auf der Liste standen, griff auch die Regel mit dem einem Streichresultat und ihr neunter Platz aus dem ersten Rennen fiel aus der Wertung. Thomas Bergner lag in der Gesamtwertung vorn, Stock/Friedrich knapp dahinter. Die Entscheidung fiel im fünften Rennen, das wieder über den Dreieckskurs ausgetragen wurde.

Hier sorgte nach der Startkreuz erst einmal Routinier Gerd Stock auf seiner alten BDS-H-Jolle für Szenenapplaus, als er die Startkreuz gewann. Wenig später verspekulierte sich Thomas Bergner bei drehendem Wind auf der Kreuz und wurde Neunter. Stock/Friedrich fuhren auf Rang zwei. Das reichte. Die Deutschen Meister von 2016 verbuchten einen guten Start in das Jahr und sind für die Arendseer die große Titelhoffnung, da Florian Stock in diesem Jahr verletzungsbedingt passen muss.