Der Schlusspfiff kam einer Erlösung gleich, so sehr hatte sich der TSV Kleinmühlingen/Zens gegen Roter Stern Sudenburg gemüht, bevor der 2:1 (2:1)-Sieg feststand. Durch den Erfolg bleibt das Team im Kampf um die vorderen Plätze der Fußball-Landesklasse, Staffel II.

Kleinmühlingen l Wollte man es positiv ausdrücken, so konnte den Gastgebern zumindest in den ersten 20 Minuten ein erfrischender Auftritt bescheinigt werden. "Da haben wir zumindest ansatzweise gut gespielt", erklärte Trainer Mario Katte. Dabei sprang auch die 1:0-Führung durch Jens Basener heraus (17.), als er zunächst einen Gegenspieler "austanzte", sich dann aber den Ball zu weit vorgelegt hatte. Doch ein zweiter Abwehrspieler schoss Basener an, so dass der Ball in einer Bogenlampe im Tor landete. Wenig später markierte Andreas Kirchhoff das 2:0 (33.) nach einem schnellen Konter über Christoph Berlau und Shimon Wolff aus abseitsverdächtiger Position. "Das ist vielleicht das Glück, das wir haben, weil wir in der Tabelle oben dabei sind", mutmaßte Katte.

In der Folge ließ Kleinmühlingen/Zens aber nach, agierte in der Defensive unaufmerksam und spielte auch seine Chancen schlecht aus, beispielsweise durch Basener, der den Querpass zum freistehenden Kirchhoff verpasste (24.). "Wenn wir vor der Pause das 3:0 erzielen, gehen wir ruhiger in die Kabine und haben dann ein anderes Spiel."

Doch der TSV verppasste zum einen die Vorentscheidung, zum anderen verkürzte Sudenburg noch vor dem Wechsel zum 2:1 (45.). Nils Röhlinger verwandelte den Elfmeter, nachdem Matthias Karg im Strafraum das Bein seines Gegenspielers und nicht den Ball getroffen hatte.

So war die Partie nach dem Wiederanpfiff verkrampft und unstrukturiert, lebte vor allem von der Spannung, da sich Sudenburg einige Möglichkeiten erarbeitete, letztlich aber immer wieder entscheidend gestört wurde.

Kleinmühlingen/Zens: Ulrich - Karg, Balder, Berlau (90. Kuhne), Götsche, Kirchhoff, Basener (90. Wehling), Teufel, Mergel, Wolff, Durrhack