Schönebeck l Die Sportler kommen dabei aus dem gesamten Land. 16 Vereine, 139 Boxer, werden den Weg in das beschauliche Barby finden, um im altehrwürdigen „Rautenkranz“ die Kämpfe aufzunehmen. Aufgrund des Zuwachses überlegt der Veranstalter des PSV Schönebeck, Frank Käsebier, das Turnier noch größer zu machen. „Die Überlegung ist da, das Turnier über zwei Tage laufen zu lassen.“ 2019 ist es noch nicht möglich, „denn es ist auch ein logistischer und finanzieller Aufwand“. Doch dieser Schritt scheint bald unabdinglich zu sein. „National ist es wohl das größte Nachwuchsturnier, zumindest, was die Teilnehmerzahl angeht“, sagt Lars Thielecke, Trainer des PSV. Der Coach sprach mit Kollegen aus Frankfurt, die bei einem Turnier knapp 90 Boxer empfingen. Diese Marke erreichte das Turnier des PSV im Vorjahr.

Kämpfe in allen Altersklassen

Die Veranstaltung startete für Käsebier bereits am Anfang der Woche. Er stellte die 30 Boxpaarungen auf. „Die Kämpfe sind immer nach der Leistung zusammengestellt. Die Trainer können aber vor Ort auch noch Änderungen vornehmen.“ Bedeutet: Sollte ein Boxer doch ein zu leichtes oder schweres Los erhalten haben, dürfen die Trainer auch einschreiten. „Es ist immer gar nicht so leicht“, merkt Käsebier an. Mit dabei sind Boxer von Eintracht Berlin, Altmark Stendal, aber auch vom Box-Club Kleefeld aus Hannover. Vertreten sind Nachwuchs-Boxer in allen Altersklassen, beginnend von den Schülern bis hin zu der Männer-Elite. In der letztgenannten Altersklasse blickt Käsebier dabei auf einen Kampf, auf den er sich besonders freut. Rocco Hins, Boxer des PSV Schönebeck, wird gegen den Deutschen Vizemeister Imran Bazlaew (Spandauer Box-Club) antreten.

Doch bevor es soweit ist, muss noch einiges getan werden, damit die Veranstaltung in einem würdigen Rahmen über die Bühne gehen kann. Das Wichtigste: Der Boxring. „Da kommen LKW, die den Ring in Schönebeck abholen und dann nach Barby fahren“, sagt Käsebier. Doch eine Fahrt reicht nicht aus. Und um auch als Box-Veranstaltung zu gelten, müssen gewisse Regeln eingehalten werden. So muss der Verein sich um Ringrichter und Ärzte kümmern. Das hat Käsebier aber schon längst erledigt. Das Kampfgericht reist aus Magdeburg an und für die Sicherheit ist der Verbandsarzt des Landes Sachsen-Anhalt zuständig. Auch ein Ringsprecher wurde engagiert. Der Ablauf für das Turnier steht auch fest. „Es werden alle kämpfen. Das Programm werden wir durchziehen, zur Not machen wir eine Pause mehr. Bei anderen Veranstaltungen ist das nicht so“, meint Käsebier.

Doch neben dem Organisatorischen müssen die Trainer auch ihre Sportler fit machen für morgen. So trainierten unter anderem Katharina Bock, Tina Hartmann oder auch Yves Zenß unter der Woche, um am Sonnabend ihre Kämpfe erfolgreich bestreiten zu können. Die Vorbereitung läuft allerdings schon länger. „Sie mussten alles machen. In den Trainingsprozessen ging es um Kraft, Ausdauer und Athletik“, meint der Coach. Zudem sollten seine Schüler „Hausaufgaben erledigen“. Die bestanden aus Schattenboxen und athletischen Übungen. Eine Pflichtaufgabe war dabei der Silvesterlauf im Kurpark Schönebeck.

Inwieweit diese Aufgaben erledigt wurden, sahen sich die Übungsleiter Käsebier und Thielecke im Training an. Bestens vorbereitet treten die Schönebecker Boxer dann im „Rautenkranz“ in den Ring, um sich im Jugendbereich mit Kämpfern aus ganz Deutschland zu messen.