Schönebeck l Die Durststrecke der vergangenen Wochen ist nicht spurlos an den Sportlern von Union Schönebeck vorbeigegangen. Mit der Favoritenrolle schienen die Zweitbundesliga-Classic-Kegler von Union Schönebeck im Duell gegen das Tabellenschlusslicht SV Germania Schafstädt nicht ganz zufrieden, doch die Bundesligaerfahrung zahlte sich am Ende aus, denn die Unioner gewannen die Partie mit 5:3 (3411:3370).

Plan geht nicht auf

Thomas Große und Maik Siegemund sollten schon im Startpaar die Fronten klären. Große (561) knüpfte jedoch nicht an die zuletzt gezeigte Heimleistung an, konnte aber dennoch seinen Mannschaftspunkt gegen Matthias Krumbügel (559) einfahren. Beide Spieler trennten sich 2:2 nach Satzpunkten. Dabei blieb das Duell lange spannend, denn die Entscheidung fiel erst im 119. Wurf zugunsten des Unioners.

Spannend blieb es auch im anderen Duell. Siegemund verpasste mit 160:161 denkbar knapp den ersten Satzpunkt. Ein Kampf entbrannte auch auf den Folgebahnen, den Philipp Seibicke letztlich für sich entschied. Mit 3:1 Satzpunkten und 592:581 ging der Mannschaftspunkt an Schafstädt. Unions Plan ging nicht auf und so waren die favorisierten Gastgeber nun im Hintertreffen.

Auch bei Nico Just sah es zunächst nicht gut aus. Doch das Blatt wendete sich zugunsten von Union. Mit 3:1 Satzpunkten und 570:534 Holz setzte sich Just noch deutlich gegen Raik Wispel durch. Noch eindrucksvoller gelang dies Dustin Busse. Unions Youngster musste ebenfalls nur einen Satzpunkt abgeben und schien das Spiel stets im Griff zu haben. Mit 592:525 spielte Busse Bernd Hartung mit Unions Tagesbestwert an die Wand. Der Vorsprung war groß, die Stimmung locker, doch es sollte nochmals Spannung im Landesleistungszentrum in der Barbarastraße einkehren.

Einen soliden Start von Satino Stacke wusste Andreas Kelm zu nutzen und ging prompt mit 2:0 in Führung. Einen schwachen Auftakt erwischte auf der anderen Seite Teamleiter Guido Müller, von dem auch Moritz Grahl Gebrauch machte und mit 2:0-Satzpunkte schnell die Führung eroberte. Der Vorsprung der Hausherren schmolz von 90 auf 29 Zähler.

Doch Grün-Rot war nun urplötzlich hellwach und konterte. Stacke erkämpfte sich in Hälfte zwei noch einen Satzpunkt und machte drei Kegel gut. Auch Müller holte sich einen Satzpunkt und ließ mit 297 Kegeln auf den Schlussbahnen kaum Möglichkeiten zu, welche den Sieg in Gefahr bringen könnten. Satino Stacke verabschiedete sich mit 562 aus dem Duell mit Andeas Kelm (573), während Guido Müller mit 545 Holz die Bahn neben Moritz Grahl (587) verließ.