Schönebeck l Der Spieler des Tages war beim Duell der Classic-Kegel-Männer von Union Schönebeck und dem SV Geisaltal Mücheln schnell bestimmt: Frank Gablenz. Doch wie kann das sein, wenn er doch gar nicht auf dem Spielberichtsbogen zu finden ist? „Locke“, wie Gablenz genannt wird, opferte seinen Freitagabend, um die Bahn in den optimalen Zustand zu versetzen. Und der „Greenkeeper“ meisterte diese Aufgabe mit Bravour. Denn beim 6:2-Erfolg gegen den Serienmeister der 2. Bundesliga erspielten sich die Schönebecker erneut über 3500 Holz und gewannen mit einem Endergebnis von 3522:3498. Zudem war es der erste Sieg gegen Mücheln auf Bundesligaebene für Union.

Nico Just kämpft sich zurück

Wie gewohnt startete Thomas Große, bekam aber dieses Mal Nico Just an seine Seite gestellt. Beide übernahmen in den ersten Vollen die Führung, mussten sich jedoch im Räumen geschlagen geben und gerieten so in Rückstand. Während sich das Blatt für Große im zweiten Satz glücklich wendete, musste Just erneut den Satzpunkt (SP) abgeben. Doch Just kämpfte sich zurück in das Geschehen und erzielte dank eines tadellosen Schlussspurts nicht nur satte 603 Kegel, sondern auch den Mannschaftspunkt (MP) bei 2:2 SP gegen Andreas Fritsche (592). Im Duell mit Alexander Weber konnte sich Thomas Große ebenfalls dank der leicht besseren Kegelzahl von 549:534 den Mannschaftspunkt bei 2:2 Satzpunkten sichern.

Im Mittelpaar überzeugten Michael Hagemeyer und Dus-tin Busse gegen die erfahrenen Spieler Andreas Kühn und Udo Volkland. Hagemeyer nutze die schwächeren Phasen vom Müchelner Mannschaftskapitän aus und holte sich mit 605:568 den MP bei 3:1 SP.

Dustin Busse erging es ähnlich wie Nico Just. Zur Hälfte noch punktlos gegen Udo Volkland, wendete er das Match noch zu seinen Gunsten und sorgte mit 594:583 und 2:2 SP für Erleichterung auf den Heimrängen. Denn es stand 4:0 für Schönebeck. Ein Unentschieden war bereits sicher und somit auch der erste Tabellenpunkt gegen Mücheln in der 2. Bundesliga.

Doch damit wollten sich Maik Siegemund und Guido Müller nicht zufrieden geben. Siegemund startete fulminant in die Partie und ließ Max Mittag mit 2:0 in Rückstand geraten. Doch diesmal war es die Gegenseite, welche das Blatt wendete. So musste Siegemund trotz starker 599 Holz den MP an seinen Gegner abgeben, da Mittag mit 610 Kegeln das bessere Ergebnis erspielte (2:2).

Guido Müller musste Matthias Noack im anderen Duell ziehen lassen. Müchelns Spieler präsentierte sich wie bereits in den vergangenen Wochen in guter Form und ließ das Spiel nochmal spannend werden. Schönebecks Mannschaftsleiter behielt jedoch zu jeder Zeit einen kühlen Kopf und sicherte souverän ab. Mit 611:572 und 3:1 SP ging der MP an Mücheln, doch Müller und der Rest seines Teams hielten das bessere Mannschaftsergebnis auf Unioner Seite.