Schönebeck l  Der Landesligist ist im Achtelfinale Gastgeber für Oberligist TV Askania Bernburg. Wenn Fußball-Landesligist Union Schönebeck am Sonnabend um 14 Uhr zum Achtelfinale des Fußball-Landespokals im heimischen Stadion an der Barbarastraße aufläuft, ist das Team gegen den TV Askania Bernburg nur Außenseiter. Immerhin spielt der Kontrahent in der Oberliga. Also zwei Spielklassen oberhalb der Gastgeber. Das es nur um die Höhe des Bernburger Sieges gehen wird, sieht Schönebecks Trainer Thomas Sauer jedoch nicht.

Trainer ist optimistisch

„Ganz chancenlos sehen wir uns nicht“, äußert der Coach selbstbewusst, dass er und sein Team durchaus gewillt sind, dem Favoriten ordentlich die Stirn zu bieten. „Ich denke, die Chancen stehen fifty-fifty“, ist der Übungsleiter optimistisch.

Doch womit begründet Sauer seine positive Stimmung? „Askania wird fußballtechnisch und läuferisch überlegen sein. Aber in der Liga läuft es für sie bisher nicht gut. Bei uns verspüre ich hingegen schon ein bisschen Euphorie. Die Trainingsbeteiligung und Einstellung ist gut. Auch die Jungs, die nicht spielen, sind eifrig bei der Sache“, hat Sauer festgestellt.

Dass bei den Unionern gute Stimmung herrscht, ist nach dem durchaus gelungenen Saisonstart nachvollziehbar. Fünf Siege, ein Remis und nur zwei Niederlagen hat der Verbandsliga-Absteiger in den ersten acht Saisonpartien eingefahren und sich mit 16 Zählern in der Spitzengruppe der Liga eingenistet. Eine positive Bilanz, von der man in der Elbestadt in den vergangenen Jahren nur träumen konnte. Vergleichbare Erfolgsserien gab es in der Verbandsliga nicht.

Weit entfernt von einer Erfolgsstory ist derzeit aber der TV Askania Bernburg. Der Oberligist hat von acht Punktspielen sieben verloren und ist mit lediglich drei Punkten Tabellenvorletzter.

Folgerichtig meint Union Coach Sauer, dass „leistungstechnisch wahrscheinlich nur eine Liga zwischen beiden Mannschaften liegt.“ Dennoch wird die Bernburge rMannschaft um Trainer Tobias Donath gewillt sein, sich in Schönebeck mit einem Erfolg neues Selbstvertrauen zu holen.

Defensive ist Trumpf

Die Unioner werden indes bereits mit breiter Brust auflaufen und kämpferisch alle in die Waagschale werfen. Taktisch wird dabei natürlich die Defensive Trumpf sein. Eine Blaupause war dafür ganz sicher auch das Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Magdeburg Anfang August. „Wo unsere Schwächen liege, wurde uns damals gezeigt. Ich denke aber, es wird ein ganz anderes Spiel“, sagt Sauer, der sich erhofft, dass sein Team viele Umschaltmomente bekommt und diese auch zu nutzen weiß. Gelingt das, scheint eine Überraschung nicht gänzlich ausgeschlossen.

Allerdings werden mit Standardspezialist Enrico Palm (Zerrung) und Torjäger Marcus Bolze (Knieprobleme) zwei wichtige Spieler höchstwahrscheinlich ausfallen.