Schönebeck l Als ein Schönebecker Ur-Gestein darf Michael Herzog gerne bezeichnet werden. Sowohl beim Schönebecker SC als auch beim Schönebecker SV war der 36-Jährige aktiv. Noch immer kickt der Offensivmann für die zweite Mannschaft der Elbestädter in der Salzlandliga. In der 79. Minute der Landespokalpartie zwischen Union Schönebeck und dem MSV Börde entbrannte dann tosender Applaus. Herzog betrat für Karsten Bethke das Feld und durfte zusammen mit seinen Teamkollegen nach 90 Minuten einen 2:1 (1:0)-Erfolg bejubeln. Damit stehen die Schönebecker in der dritten Runde des Landespokals. Und dort warten unter anderem mit dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg attraktive Gegner.

Trainer zufrieden

„Ein Spiel gegen den FCM wäre sicherlich ein Highlight. Ich hingegen wünsche mit einen Gegner, mit dem wir uns messen können, wo auch eine Chance besteht, eine Runde weiter zu kommen“, stapelte Union-Coach Thomas Sauer im Anschluss an den Erfolg tief.

Wichtig wäre ihm auf jeden Fall ein Heimspiel. Gegen Heyrothsberge in Runde eins und den MSV Börde hatte das geklappt und wurde mit einem Erfolg belohnt. „Wie wir 70 Minuten lang aufgetreten sind, war zufriedenstellend“, hielt Sauer fest.

Der MSV war spielerisch zwar überlegen, doch die Defensive der Schönebecker hielt dicht. Offensiv hingegen benötigten die Platzherren diesmal nur wenige Möglichkeiten. Mit dem ersten gefährlichen Angriff gingen die Unioner in Person von Marcus Bolze in Führung (20.).

„Im gesamten Spiel haben wir nur wenige klare Chancen zugelassen“, sagte Sauer. Und die, die auf das Tor kamen, entschärfte Philip Küster teils sehenswert. Auf der Gegenseite glänzten die Gastgeber mit gnadenloser Effizienz. Justin Dehnecke sprintete los, zog in den Strafraum, legte quer und Bethke erhöhte auf 2:0 (53.).

In den letzten 20 Minuten nahmen die Gäste das Heft des Handelns in die Hand und trafen mit ihrer Spielweise die Achillesferse der Unioner. Die langen Bälle verlangten der Hintermannschaft alles ab, da „wir größentechnisch dem MSV unterlegen waren“. Der Anschlusstreffer durch Max Dittwe (86.) fiel wenig verwunderlich nach einer Ecke.

Im Anschluss nahm die Partie nochmal richtig Fahrt auf. Dittwe, der an Küster scheiterte, und Patrick Kreutzer hatten den Ausgleich auf dem Fuß. Einzig die Fahne des Assistenten verhinderte den großen Jubellauf von Kreutzer. „Am Ende war es dann auch etwas glücklich“, gestand Sauer.