Bernburg l Dass jedes Turnier immer bei Null beginnt und die Vorschusslorbeeren der Vorrunde nichts wert sind, zeigte sich beim Endrundenturnier der B-Jugend-Fußballer in Bernburg mehr als deutlich. Die schmerzlichste Erfahrung machte dabei der SV 09 Staßfurt. Noch vor einer Woche wurde das Team mit weißer Weste Staffelsieger, doch in der Endrunde landeten die Bodestädter nur auf dem Schlussplatz. Doch dies schien am Ende hausgemacht, weil die Mannschaft bei Problemen mit der Spielführung zu wenig mit dem Ball, aber mehr mit Worten Fußball spielte.

Landesligist Union Schönebeck knüpfte indes an die mäßigen Vorrundenleistungen an. Vielleicht ist aber beim Landesligisten auch nicht mehr Potenzial vorhanden.

Enge Spiele

Jedenfalls brauchte sich im Endrundenturnier kein Team der Kreisklasse hinter den drei Landesligisten verstecken. Es gab von den 15 Spielen 13 meist sehr enge und bis zur Schlusssirene spannende Partien. Eine echte Steigerung gelang allen drei Mannschaften der Kreisebene gegenüber den Vorrundenturnieren.

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Besonders war dies dem Aschersleber Lok-Team und dem neuen Kreismeister aus Könnern anzusehen. Gleich drei Punkteteilungen hatten die Lok-Akteure zu verzeichnen und mit ihrem Sieg gegen Landesligist Bernburg ebneten sie Könnern zudem den Weg zum Titelgewinn.

Die Mannschaft aus Baalberge bot eine optimale Leistung, hatte auch mehrfach das nötige Spielglück und in Sebastian Klaude einen herausragenden Einzelspieler. Mit einem Sieg im vorletzten Spiel gegen Könnern hätte es gar zum Titelgewinn gereicht.

Das SG-Team aus Bernburg verspielte einen möglichen Titelgewinn durch die Niederlage gegen die Kreisklasse-Teams aus Aschersleben und Baalberge. Denn den besten Fußball spielte die Mannschaft unübersehbar. Vor allem die klaren Siege über Könnern und Schönebeck unterstrichen dies. Doch der Hänger in der Turniermitte konnte nicht mehr ausgemerzt werden, trotz eines starken Schlussspurts.

Die Turnierüberraschung war der Titelgewinn vom Kreisklasse-Spitzenreiter Blau-Weiß Könnern. Nach deutlichen Auftaktniederlagen und dem nötigen Frust zeigte das Team aber Willen und Charakter, kam in den weiteren Spielen vor allem über die kämpferische Schiene und auch mit dem nötigen Spielglück zum Erfolg. Somit bleibt dem Blau-Weiß-Team nur viel Erfolg bei der Landesmeisterschaftsvorrunde am 19. Januar in Klötze zu wünschen.

Fazit: Die Zuschauer sahen spannende Spiele, in denen keine Mannschaft ohne Niederlage durchkam, aber es auch kein siegloses Team gab. Die 33 Tore waren etwas zu wenig und das Turnier lebte oft mehr vom Kampf, als von der fußballerischen Qualität.