Calbe l „Geregnet hat es wohl in Schwarz, denn die Jungs kamen nass wieder“, lautet der Satz auf der Facebook-Seite der Sachsen-Anhalt-Liga-Handballer der TSG Calbe unter einem Video, welches die Spieler um Neu-Coach Andreas Wiese zeigt. Natürlich alle im Abstand. Der Scherz der Social-Media-Abteilung der Saalestädter lässt aber erahnen, welches Programm die Calbenser derzeitig zu absolvieren haben, denn geregnet hat es definitiv nicht. Der Lauf nach Schwarz und die anschließende Fünf-gegen-Fünf-Einheit war nur eine Facette der abwechslungsreichen Vorbereitung der Saalestädter. „Die Mannschaft ist willig und hat dermaßen Bock auf Training“, freut sich Wiese über das Engagement seiner Mannschaft.

Abwechslungsreiches Programm

In den ersten zwei Wochen hielten sich die TSG-Akteure zumeist im Freien auf. Sämtliche Laufstrecken rund um die Hegersporthalle wurden erkundet, zudem wurde das SVP-Beachcenter in Barby unsicher gemacht, anschließendes Abkühlen inklusive. „In kleinen Gruppen ging es dann zügig zurück in die Halle“, erklärt Wiese.

Doch nicht nur auf dem heimischen Parkett wurde trainiert, ein Besuch im LuckyFit in Schönebeck stand auch an, um weiter an der körperlichen Verfassung zu arbeiten. Und alles hat einen Grund: „In Niedersachsen habe ich gesehen, dass mit einer hohen Passgeschwindigkeit und dem schnellen Spiel allgemein viele Mannschaften Probleme hatten“, meint der Coach und auf dieses Level soll sein Team nun auch kommen.

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„Wir wollen uns allgemein spielerisch weiterentwickeln und den Ball schnell wandern lassen. Aber auch lange Auslöse werden trainiert.“ Bisher stand die Defensive im Fokus der Vorbereitung, das soll sich in den kommenden Tagen ändern. „Da wir im Rückraum breit aufgestellt sind, wollen wir daraus auch Kapital schlagen“, sagt Wiese. Vor allem Neuzugang Maximilian Kralik vom Glinder HV „Eintracht“ soll in dieser Rolle weiter aufgehen. „Mit Kevin Reiske haben wir einen, der viele Situation spielerisch lösen kann. Wir wollen für die Gegner unberechenbar werden, aber alles mannschaftlich lösen“, macht Wiese deutlich.

Dass die Vorbereitung bereits erste Früchte trägt, zeigte sich vor Kurzem. Gegen die A- Jugend des SC Magdeburg verlor die Mannschaft zwar knapp mit 30:32, doch Wiese konnte sehen, „woran wir noch arbeiten müssen. Bisher läuft aber alles gut“.

Die Vorbereitung ist noch längst nicht beendet. Testspiele gegen Gommern (25.8.), Kühnau (5.9.), Langenweddingen (8.9.), Aschersleben (15.9.) und Köthen (22.9.) folgen. Zudem reisen die Saalestädter Ende September ins Trainingslager, um sich weiter Körner für die kommende Sachsen-Anhalt-Liga-Saison zu holen. Die Devise lautet: „Wir wollen uns als Team entwickeln und im Angriff flüssiger werden – alles mit Tempo, Tempo, Tempo“, deutet Wiese an, dass die kommenden Wochen anstrengend bleiben.