Glinde l Auf dem Weg zum Klassenerhalt in der Sachsen-Anhalt-Liga haben die Handballer des Glinder HV „Eintracht“ einen wichtigen Schritt getan. Im Duell mit Mitaufsteiger HSG Wolfen gelang ein 33:22 (16:11)-Heimerfolg. Mit nun 12:24-Zählern belegen die Glinder Tabellenplatz zehn, haben Konkurrent Wolfen um zwei Punkte distanziert und auch den Abstand auf das abgeschlagene Schlussduo HSV Magdeburg und SG Lok Schönebeck auf sechs, respektive sieben Punkte ausgebaut.

Eine Vorentscheidung sieht GHV-Trainer Peter Pysall in dieser Entwicklung nicht, merkte aber an: „Es war ein großer Schritt in die richtige Richtung.“

Und dieser Schritt begann mit einem Stolperer. Nach knapp fünf Spielminuten führten nämlich die Gäste mit 4:1. „Vielleicht hat sich die Mannschaft zu sehr unter Druck gesetzt, weil wir vor dem Spiel einen Sieg eingefordert haben“, mutmaßte Pysall. Dessen Team spielte in der Anfangsphase zu dicht an der gegnerischen Deckung. „Wir waren zu dicht an der Abwehr und haben uns dann in Einzelaktionen verstrickt“, beobachtete der erfahrene Coach.

Bilder

Mehr Distanz

Doch mit zunehmender Spielzeit schafften es die Gastgeber, mehr Distanz zum gegnerischen Abwehrverbund aufzubauen, geduldiger zu spielen und somit auch das Heft des Handelns fest in die eigenen Hände zu nehmen. Die Folge war der 4:4-Ausgleich in Spielminute 13 durch GHV-Torjäger Michael Kreyenberg. Dieser war einmal mehr treffsicherster Schütze seiner Sieben. Insgesamt gelangen ihm zwölf Tore. Und das, obwohl ihm von der Siebenmeterlinie zwei Fehlwürfe unterliefen.

Zur Halbzeit hatten die Glinder dann Gegner und Spiel absolut im Griff und führten schon beruhigend mit fünf Toren Vorsprung – 16:11. „Wir haben unsere Effektivität merklich gesteigert“, stellte Peter Pysall diesbezüglich fest.

Starker Keeper

Im Angriff lief es dann auch nach dem Seitenwechsel rund, während die Wolfener immer mehr nachließen und zudem auch regelrecht am bärenstarken GHV-Torhüter Philipp-Peter Giesemann verzweifelten. Dieser zeigte zahlreiche gute Paraden und war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Gäste bei sieben Versuchen sage und schreibe fünf Siebenmeter versemmelten. „Er hat eine gute Partie gemacht“, lobte auch Pysall und stellte zudem fest: „Die Mannschaft hat gezeigt, was sie kann, wenn sie personell ziemlich komplett auflaufen kann“.

Glinder HV „Eintracht“: Bartels, Giesemann – Bauer (1), Rosemeier, Maynicke (5), Max Kreyenberg (4), Kralik (8), Deumeland (2), Tacke (1), Michael Kreyenberg (12), Herrmann

Siebenmeter: Glinde 8/5 – Wolfen 7/2

Zeitstrafen: Glinde 5 – Wolfen 6