Calbe l Jüngstes „Opfer“ der Calbenser Siegesserie wurde Aufsteiger Landsberger HV.Mit 32:18 (12:10) wies der Spitzenreiter den Liga-Neuling deutlich in die Schranken. Bis die Saalestädter ihre Favoritenrolle auch auf der Anzeigetafel unterstreichen konnten, dauerte es jedoch eine ganze Weile. In den ersten 20 Spielminuten agierten die Gäste aus Landsberg nämlich auf Augenhöhe und verdienten sich mit einem couragierten Auftritt den ausgeglichenen 7:7-Zwischenstand. Dann hatte Calbes Trainer Andreas Wiese vorerst genug gesehen von der Darbietung seiner Sieben und nahm eine erste Auszeit. „In den ersten 20 Minuten fehlte mir bei meinen Jungs die Freude am Handballspielen. Ich habe mich von draußen auch bewusst zurück gehalten, um auch den Selbstdrang bei den Spielern zu fördern. Eigentlich sollten sie frei aufspielen“, erklärte Wiese, was er seinem Team vor der Partie mit auf den Weg gegeben hatte. Spielfreude ließen die TSGler zunächst aber vermissen. Allerdings spielte der Kontrahent bis dahin auch an seinem absoluten Limit. „Die erste Sieben hat es bei ihnen wirklich gut gemacht. Haben sie noch zwei gute Wechsler draußen, sieht das im weiteren Spielverlauf ganz anders aus. So war es eine Frage der Substanz“, analysierte Wiese, warum sein Team zur Pause mit 12:10 vorn lag und sich nach dem Seitenwechsel deutlich absetzte. Vor allem Maximilian Weiß agierte dabei vor dem gegnerischen Tor mit traumwandlerischer Sicherheit und markierte insgesamt zehn Tore. Aber auch vom Rest des Kaders konnten sich fast alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen. „Ich wollte möglichst allen Spielzeit geben, damit alle sagen können, sie haben wenigstens einmal in dieser Saison vor Publikum in unserer Halle gespielt. Wer weiß, wie lange das noch so geht“, sagte Wiese mit Blick auf die Corona-Pandemie, die den Coach gedanklich deutlich spürbar beschäftigt.

Kracher kommen noch

Aber auch das Ligageschehen hat der Trainer im Hinterkopf und weiß den gelungenen Saisonstart seines Teams gut einzuordnen. „Die richtigen Kracher, wie Staßfurt, Spergau, aber auch Halle, kommen für uns erst noch. In diesen Spielen müssen wir über 60 Minuten konzentriert bei der Sache sein“, so Wiese. Damit ist klar, der Trainer hofft auf eine erfolgreiche Saison, die hoffentlich nicht wieder abgebrochen werden muss.

TSG Calbe: Wiederhold, Bertram – Walther, Marschall (1), Gieraths (2), M. Kralik (2), Held (1), Maynicke (2), Weiß (10), Sowa (3), F. Kralik (2), Stapf (4), Reiske (5)

Rote Karte (3x2): Martin Sowa (60., Calbe)

Siebenmeter: Calbe 3/3 – Landsberg 3/7

Zeitstrafen: Calbe 4 – Landsberg 1