Schönebeck l Während ein Großteil der Vereine eine Verschnaufpause bekommt, dürfen die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck auf die Platte treten. Am Sonnabend um 15.30 Uhr treffen die Schönebeckerinnen im Sachsen-Anhalt-Liga-Spiel auf den HSV Magdeburg. Es die Nachholpartie vom ersten Spieltag, daher sieht auch SG Lok-Coach Dirk Schedlo weder einen Nachteil noch einen Vorteil an der Partie. „Wir haben halt am ersten Spieltag dafür frei gehabt, genau wie der HSV Magdeburg“, erklärt der Übungsleiter.

Die anderen Vereine haben frei, da die Pokalrunde im HVSA-Pokal ansteht. Aufgrund der geringen Meldungen haben aber zahlreiche Vereine spielfrei. Der Pokal der Frauen wird zudem erst am 6. November ausgetragen, doch dort sind die Elbestädterinnen gar nicht vertreten.

Schnelles Spiel als gutes Mittel

Somit liegt der Fokus also voll und ganz auf dem „ersten Spieltag“. Den Auftakt in die neue Spielzeit konnten die Frauen der SG Lok derweil recht positiv gestalten, auch wenn das erste Spiel verloren ging (16:28). Eine Reaktion zeigte die Mannschaft im Derby gegen die TSG Calbe (29:27) und bewies am vergangenen Wochenende gegen Neuling TV Askania Bernburg (27:23), dass es sich nicht um eine Eintagsfliege handelte.

Nun reist allerdings ein ganz anderes Kaliber nach Schönebeck. Und der Coach sieht einige Parallelen zwischen seiner Mannschaft und dem Gast aus Magdeburg. „Sie haben ähnliche Anlagen wie wir und spielen einen schnellen Handball“, weiß Schedlo. Bedeutet im Umkehrschluss für seine Mannschaft, dass es vor allem auf die Abwehr ankommen muss. Zudem wollen die Gastgeberinnen ihr schnelles Spiel „konsequent ausspielen“, um zum Erfolg zu kommen.

Und nach zuletzt zwei Siegen in Serie blicken die Schönebeckerinnen optimistisch auf die kommende Aufgabe. Dirk Schedlo nennt einen Grund: „Wir haben fast alle Spielerinnen an Board. Zudem kämpft nur Anika Kracht mit einer Blessur“, sagt Schedlo. Mit einem Handicap am Arm stellt sich die Schönebeckerinnen dennoch in den Dienst der Mannschaft. Über weitere Ausfälle konnte der Coach keine Angaben machen, blickt dennoch auch auf die Personallage optimistisch, da „keine Absage dazukam“.

Während alle anderen Teams also eine Auszeit genießen, wollen die Schönebecker die Möglichkeit nutzen, um weitere Punkte zu sammeln. „Wir warten einfach ab, wie es läuft“, sagt Schedlo. Der Rhythmus ist auf jeden Fall gegeben und die Euphorie an der Elbe ist groß. Auch tabellerisch gesehen sind die Schönebecker in der Favoritenrolle und wollen diese im Spiel gegen den HSV Magdeburg bestätigen.