Salzlandkreis l Fakt ist, auf die TSG Calbe, den Glinder HV „Eintracht“ und die SG Lok Schönebeck warten schwierige Aufgaben. Für die Fans bedeutet dies ganz sicher ein spannendes Handballwochenende. Immerhin gastiert Landesmeister TSG Calbe am Sonntag beim Vorjahres-Vize SG Spergau und die Männer aus Glinde müssen heute bei Mitaufsteiger HSG Wolfen ran. Immerhin einen Heimvorteil hat die SG Lok Schönebeck am heutigen Sonnabend. Gegen den amtierenden HVSA-Pokalsieger TuS Radis sind die Elbestädter dennoch klarer Außenseiter.

SG Spergau - TSG Calbe

Auch wenn nur der Tabellensiebente (Spergau) auf den Rangachten (Calbe) trifft, so ist es doch ein echtes Spitzenspiel. Immerhin empfängt der Vize-Landesmeister den amtierenden Landesmeister. „Spergau will uns ein bisschen in die Favoritenrolle drängen. Das sehe ich aber nicht so. Beide Mannschaften hatten vor der Saison Abgänge zu verkraften. Deshalb wird es ein Spiel auf Augenhöhe werden. Wir werden unser Möglichstes versuchen, etwas zählbares mitzunehmen. Wir sind sehr optimistisch gestimmt“, sagt TSG-Trainer Hannes Krausholz.

Bei den Spergauern sieht Calbes Trainer den Tschechen Tomas Jablonka als den wohl gefährlichsten Spieler an. „Er ist seit Jahren eine der großen Konstanten in ihrem Spiel“. Den handballfreien Sonnabend wollen Krausholz und seine Spieler indes nutzen, um bei dem einen oder anderen Liga-kontrahenten ein wenig zu spionieren und Erkenntnisse für die kommenden Wochen zu gewinnen. Am Sonntag beschließen die Calbenser dann den Spieltag und wollen dabei ihre Siegesserie von aktuell zwei Spielen um einen weiteren Erfolg erweitern.

SG Lok Schönebeck - TuS Radis

Wirklich rund läuft es für die SG Lok Schönebeck in dieser Saison noch nicht. Gegen Aufsteiger HSG Wolfen gelang ein deutlicher Sieg, doch ansonsten gab es vier Niederlagen. Diese allerdings größtenteils gegen absolute Schwergewichte der Liga. Immerhin ging es gegen Vizelandesmeister SG Spergau, Landesmeister TSG Calbe und zuletzt gegen den aktuellen Rangvierten SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz. Und auch am heutigen Sonnabend wartet eine schwere Heimaufgabe. Gegner ist der TuS Radis, der aktuell auf Tabellenplatz drei rangiert. Lok-Coach Sebastian Roost ist jedoch davon überzeugt, dass seine Mannschaft ein gutes Ergebnis einfahren kann. „Wir haben in der vergangenen Saison in Radis lange geführt. Das stimmt mich positiv“, sagt Roost. Zudem kann der Trainer auf den gesamten Kader bauen. „Es sollten alle Spieler dabei sein“, frohlockt Roost. Allerdings ist dessen Mannschaft nur in der Außenseiterrolle, wie auch der Schönebecker Trainer weiß: „Sie haben einen starken Rückraum, gute Außenspieler und mit Marco Hüls jetzt auch noch einen guten Mann im Rückraum dazu bekommen“, schätzt Roost ein und warnt auch vor dem Tempospiel des Gegners.

HSG Wolfen - Glinder HV „Eintracht“

Die Tabellenkonstellation spricht vor dem Aufsteigerduell für die Gäste aus Glinde. Diese haben schon fünf Pluspunkte auf dem Konto, Wolfen noch keinen einzigen. Von der Favoritenrolle will GHV-Trainer Peter Pysall jedoch nichts wissen. „Wolfen hat den Heimvorteil und außerdem herrscht dort in der Halle Harzverbot. Deshalb wird es eine schwere Aufgabe für uns. Ich sehe Wolfen leicht favorisiert.“ Erschwert wird die Aufgabe für die Glinder zudem durch die Ausfälle von Sebastian Weiss, Julian Bauer, und Kevin Tacke. Dennoch ist ein Duell auf Augehöhe zu erwarten vor dem Pysall in der Hoffnung auf einen Sieg sagt: „Wenn wir die Chance kriegen, werden wir natürlich zupacken.“