Schönebeck l Zwei Wochen Pause hatten die Handballer der SG Lok Schönebeck. Nun geht es für die Sieben von Sebastian Roost wieder auf die Platte. Zu Gast sind die Schönebecker am Sonnabend ab 18 Uhr bei der SG Kühnau. Der amtierende Landesmeister TSG Calbe und Aufsteiger Glinder HV „Eintracht“ sind derweil erst am Sonntag gefordert. Während die TSG nach Halberstadt reist (Anwurf 16 Uhr) ist Glinde ebenfalls ab 16 Uhr auswärts gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz gefordert.

Kondition aufbauen

SG Kühnau - SG Lok Schönebeck (Sa., 18 Uhr). Die Pause nutzten die Handballer der SG Lok, um noch ein paar Schwachstellen aus der doch eher kurzen Vorbereitung aus dem Weg zu räumen. „Konditionell und auch im athletischen Bereich haben wir noch Luft nach oben“, sagt Coach Sebastian Roost. Vor allem im Spiel gegen die TSG Calbe ist ihm die Schwäche aufgefallen. „In der Woche haben wir wieder den Ball in die Hand genommen“, beschreibt der Übungsleiter die Vorbereitung auf die Partie am Sonnabend um 18 Uhr gegen die SG Kühnau. Der Coach erwartet eine Wundertüte. „Kühnau ist sehr schwer einzuschätzen“, sagt Roost. Der Coach hatte die Mannschaft am ersten Spieltag gegen Calbe beobachtet und war von dem Auftritt „nicht überzeugt“.

Nicht nur aus diesem Grund geht Roost positiv gestimmt in die Partie. „Der Kader ist zudem so gut wie komplett“, sagt er. Einzig Christian Heimesath ist erkältet. Um auch wirklich zwei Punkte einzufahren, muss sich allerdings die Chancenverwertung bessern. „Wir erarbeiten uns viele Möglichkeiten, vergeben diese aber leichtfertig. Da werden Kunststückchen probiert, die nicht nötig sind“, meint Roost. Auch daran wurde gefeilt, sodass die Schönebecker bestens vorbereitet in die Partie gehen.

Eigenes Spiel aufziehen

HT 1861 Halberstadt - TSG Calbe (So., 16 Uhr). Noch leicht angesäuert ist Hannes Krausholz nach dem 31:31-Unentschieden seiner Mannschaft im Derby gegen Glinde. „Wir haben die Kritikpunkte aufgearbeitet und mit einzelnen Spielern, aber auch in der Gruppe, nochmal darüber gesprochen“, sagt Krausholz. Der Fokus lag dann schnell auf der kommenden Aufgabe in Halberstadt. „Wir müssen einfach mal wieder unser Spiel auf die Platte bringen“, macht Krausholz klar. Denn vor allem gegen Glinde erwischte die Abwehr keinen guten Tag. „Im Derby haben wir uns von Glinde beeinflussen lassen“, sagt der Übungsleiter. So soll es diesmal nicht sein.

Damit auch wirklich nichts schief geht, beobachtete Markus Splitt, Co-Trainer der Calbenser, Halberstadt beim Gastspiel gegen den BSV 93 Magdeburg. Große Änderungen im Spielaufbau sah der Co-Trainer dabei nicht, „es war dennoch interessant, die Halberstädter mal live zu sehen, den sie stehen scheinbar nicht umsonst da oben“, so Krausholz. Der nötige Respekt ist beim amtierenden Landesmeister also durchaus gegeben.

SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz - Glinder HV „Eintracht“ (So., 16 Uhr). Eine noch härtere Nuss zu knacken hat am Sonntag der Aufsteiger aus Glinde. Die Sieben von Peter Pysall gibt beim Tabellenführer der Sachsen-Anhalt-Liga ihre Visitenkarte ab. Dass es aber nicht unbedingt schlechte Vorzeichen sind, gegen einen tabellarisch besseren Gegner zu spielen, haben die Glinder des Öfteren unter Beweis gestellt. Zuletzt bekam das die TSG Calbe zu spüren. Vor allem die stärkeren Teams sind mit der Spielweise des Aufsteigers zu meist überfordert und kommen so nicht ins eigene Spiel. Genau dort muss die Mannschaft von Trainer Peter Pysall wieder anknüpfen. Wenn das gelingt, könnte die ganz große Überraschung möglich sein.