Salzlandkreis l Nachdem die Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen hat, dass ab dem 2. November 2020 der Amateur-, Breiten- und Freizeitsport bis zum 30. November 2020 ruht und die Landesregierung von Sachsen-Anhalt in ihrer zweiten Verordnung zur Änderung der Achten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 30. Oktober 2020 den §8a neu definiert hat, hat nicht nur der Tischtennis-Verband Sachsen-Anhalt den Spielbetrieb in gesamten TTVSA bis einschließlich 30. November 2020 ausgesetzt.

„Es ist schade, dass es zu dieser Situation gekommen ist. Wir haben uns in den letzten beiden Tagen und Stunden bezüglich des weiteren Ablaufes der Saison 2020/21 mit den Tischtennis-Stadt- und Kreisverbänden abgestimmt und/oder Rücksprache gehalten. Denn bei allem guten Willen müssen wir der WO DTTB/TTVSA Abschnitt M 2 (Start, Unterbrechung und Abbruch des Spielbetriebs) gerecht werden. Keiner hat es sich leicht gemacht. Die im Ergebnis abgestimmte Vorgehensweise wird sicher unter euch als eine streitbare Entscheidung gesehen werden. Unser oberstes Ziel bleibt es, zeitnah den Trainingsbetrieb und die Punktspiele wieder aufnehmen zu können“, heißt es in einer TTVSA-Mitteilung.

Positive Reaktion

Um in der Zeit nach dem „Lockdown light“ schnellstmöglich den Spielbetrieb wieder aufleben zu lassen, hat das Entscheidungsgremium des TTVSA, der Sportausschuss, wesentliche Punkte beschlossen. Die Vorgehensweise des Verbandes kam zumindest bei den Schönebecker Tischtennis-Cracks gut an, wie Abteilungsleiter René Sieburg erklärt: „Wir sind sehr zufrieden. Auf Grund der neumodernen Technik, die auch bei uns Einzug gehalten hat, sind wir durch Videokonferenzen immer mit dem Verband und auch dem Staffelleiter in Kontakt“, erzählt Sieburg.

Auch im Verein – zusammen mit allen Mitgliedern der Abteilungsleitung – hat sich Sieburg abgestimmt: „Über den November brauchen wir nicht reden. Beim Blick in die Glaskugel sind wir alle nicht die Besten und hoffen einfach, dass wir im Dezember wieder loslegen können“, gibt sich der Abteilungsleiter, der zudem auch den Posten des ersten Vorsitzenden bekleidet, optimistisch. Somit laufen die Planungen bereits. „Auch da kam uns der Verband entgegen. Eigentlich muss bis zum 15. Dezember die Hinrunde abgeschlossen sein. Wenn das jetzt erst im Januar oder Februar passiert, ist das auch nicht schlimm. Besondere Zeiten benötigen eben besondere Maßnahmen.“

Das ist allerdings eine ganz spannende Angelegenheit und bedarf reichlich Planung, wie Sieburg erklärt: „Durch den Beschluss ist es ja auch möglich, dass nur die Hinrunde gewertet wird. Einige Teams haben diese bereits zu Ende gespielt. Versuchen sie mal, der Familie zu erklären, dass sie an den Adventstagen in der Halle sind und Tischtennis spielen“, sagt Sieburg lachend. Doch auch das werden die Verantwortlichen schaffen, denn der Abteilungsleiter erklärt: „Bei uns geht es nicht um Zuschauereinnahmen wie bei anderen. Allgemein die Punktspiele sind wichtig. Wir wollen Spaß an der Sache haben.“

Genau das ist zur Zeit nicht möglich. Denn die Halle in der Ballenstedter Straße ist geschlossen. Mit dieser Situation gehen die Schönebecker ebenfalls gelassen um, die Gefahr einer Ansteckung in der gegenwärtigen Zeit ist hoch, so sehen es auch die Verantwortlichen. Alle haben erstmal Pause und können die kleinen Wehwehchen, die während des Saisonstartes angefallen sind, auskurieren. „Wir bleiben da ganz flexibel. Sollte es wieder losgehen, sind wir bereit, denn um Tischtennis zu spielen braucht es nur eine Platte und zwei Spieler“, vereinfacht Abteilungsleiter Sieburg die gesamte Rechnung.