Schönebeck l Dabei ließen die Elbestädterinnen dem HSV Medizin Magdeburg und dem SV Teutonia Siersleben kaum Chancen, profitierten aber auch von etlichen Ausfällen, zumindest bei den Magdeburgern. Denn ähnlich wie es dem SV Pädagogik Schönebeck im Hinspiel erging, traf es nun den HSV Medizin. Viele Stammkräfte weilten im Urlaub, zudem fiel die einzige Zuspielerin krankheitsbedingt aus. Daher war der 3:0 (25:9, 25:21, 25:23)-Erfolg gegen die Landeshauptstädter auch ein weinig glücklich. Das zweite Spiel gegen Siersleben verlief dabei sehr souverän. „Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Die Vorgaben, zwei Siege zu holen, wurden erfüllt“, sagte SVP-Coach Kevin Trenkler.

Personalsorgen ausgenutzt

SV Pädagogik Schönebeck - HSV Medizin Magdeburg 3:0 (25:9, 25:21, 25:23). Dass der erste Satz noch sehr deutlich ausfiel, lag am ersatzgeschwächten Gegner. „Da hat bei ihnen die Abstimmung gefehlt und das haben wir genutzt“, sagte Trenkler. Das Dilemma der Personalnot kennen die Schönebeckerinnen gut. Im Hinspiel (0:3) erging es dem SVP so.

Doch in Satz zwei und drei steigerte sich Magdeburg, hielt nun besser mit. Doch der SVP ließ nichts anbrennen, spulte das gewohnte Pensum ab und gewann am Ende „dann doch verdient“, meinte der Coach.

SV Pädagogik Schönebeck - SV Teutonia Siersleben 3:0 (25:19, 25:19, 25:18). „Gegen Siersleben haben wir in keinster Weise etwas anbrennen lassen“, sagte Trenkler, der dennoch nicht ganz zufrieden war. Denn der SVP hatte Möglichkeiten, die Sätze noch höher zu gewinnen. „Wir hatten dann aber wieder unsere typischen Phasen, die im Saisonverlauf immer wieder mal vorkamen“, beobachtete der Übungsleiter. So wurden Spielzüge nicht konsequent zu Ende gespielt. „Da gab es Phasen, da haben wir fünf Punkte hintereinander abgeben müssen“, ärgerte sich der Coach über die kleinen schläfrigen Momente.

Alles in allem war aber auch der zweite 3:0-Erfolg an diesem Tag „völlig verdient“. Doch der SV Pädagogik Schönebeck hatte sogar noch die minimale Chance auf den zweiten Rang. Im zweiten Spiel standen sich der Freizeitverein Eintracht 91 Güsten und die TSG GutsMuths 1860 Quedlinburg gegenüber. Bei einem Sieg der Güstenerinnen wäre es möglich gewesen. „Die Chance war aber bereits vom Papier her sehr unwahrscheinlich“, sagte Trenkler. Und er hatte mit seiner Voraussicht recht. Denn Quedlinburg gewann mit 3:1-Sätzen gegen Güsten und der SVP belegte damit endgültig Rang drei.

Am Ende sind die Schönebecker unter dem Strich damit zufrieden, auch wenn sie vor Saison „auf den zweiten Platz geschielt haben“, wie der Trainer verrät. Und der wäre sogar möglich gewesen. Doch die 0:3-Niederlage im Hinspiel gegen den HSV kostete zu viele Punkte. „Generell bin ich mit Platz drei aber zufrieden. Im Vorjahr waren wir nur Sechster. Eine positive Entwicklung ist klar zu erkenne.“

Doch den Aufstieg haben die Schönebeckerinnen noch nicht aus den Augen verloren. „Wir sind immer noch im Topf drin“, sagt Trenkler. Entscheidend ist aber, wer wirklich eine Liga höher möchte. Das Ergebnis fällt Anfang April.