Wolmirsleben (jpr/tsb) l Die Bezirksliga-Handballer des SV Germania Borne II um das Trainerduo Sven Klippstein/Rüdiger Bunk empfingen vor heimischer Kulisse den SV Lok Oschersleben. Die Hinspielpleite (21:33) stieß den Bornern noch immer ziemlich unangenehm auf, weshalb sich das Team im Training mächtig ins Zeug legte, optimistisch in dieses Derby ging und mit 31:23 (14:16) auch erfolgreich blieb.

Zwar wurde ein größerer Zuschauerzuspruch erwartet, doch die Anwesenden wurden für ihr Erscheinen mit attraktivem Handballsport und einer bis zur letzten Minute spannenden Partie belohnt. Schon in den Anfangsminuten war zu erkennen, dass beide Mannschaften sich nichts schenken würden. Den besseren Start erwischten die Hausherren, doch die Gäste wussten die Germania-Führung immer zu beantworten - 7:7.

Anschließend besaßen die Gäste allerdings die glücklicheren Händchen und setzten sich bis zum 10:7 ab. Borne ließ sich davon jedoch wenig beeindrucken und hielt weiter Tuchfühlung. Dies gelang auch sehr gut, der Abwehrblock wurde etwas umgestellt und die Angriffe der Gäste gut gestört. Dadurch vermochten es die Gastgeber zum 14:14 auszugleichen, bevor durch zwei Tore der Gäste erneut ein kleinen Rückschlag bis zur Halbzeitpause hingenommen werden musste.

Germania hatte sich nach dem Seitenwechsel einiges vorgenommen und nutzte jetzt die Schwächen und schwindenden Kräfte der Gäste effektiv aus. Die Angriffe wurden besser vorbereitet und jeder konnte sich auf die Mitspieler verlassen. Martin Halfpapp setzte sich immer wieder gut in Szene und strahlte viel Torgefahr aus. Aber auch Thomas Wetterling nutzte die durch seine Mitspieler gerissenen Lücken, um sich ebenfalls mehrfach in die Torschützenliste einzutragen. Borne II lief in dieser Phase der Partie zur Höchsform auf und wurde mit einer komfortablen 24:19-Führung belohnt.

Oschersleben geriet zunehmend in Bedrängnis und wurde von Minute zu Minute sichtlich nervöser. Der Versuch Germania mit mehr Härte aus dem Konzept zu bringen schlug allerdings deutlich fehl. Borne blieb in Führung und sicherte diese bis zum 30:28-ZWischenstand (58.), als es doch noch einmal ernst zu werden schien. Die Halle in Wolmirsleben bebte und auch die Spieler der Verbandsliga-Reserve hatten die Situation auf der Platte sehr schnell wieder unter Kontrolle gebracht. Mit dem endstand von 31:28 wurde nicht nur der Tabellendritte besiegt, vielmehr wurde Revanche für die enttäuschende Hinspielpleite genommen.

"Thorsten Ahnelt zeigte eine stabile Leistung am Kreis und jeder einzelne Spieler hatte großen Anteil an diesem Sieg", befanden beide Trainer nach der Partie. Auch Daniel Brinkmann im Tor zeigte über 45 Minuten eine starke Leistung, auf die es am kommenden Sonnabend, beim Pokalfinale aufzubauen gilt.

Borne II: Brinkmann, Richter - Rothe (3), Lampe (7/4), Heyer (2), Schulze, Dietze, Eisner, Wetterling (5), Wegener, Ahnelt (4), Halfpapp(9)