Staßfurt l „Es war am Ende einfach ein Holz zu wenig. Ein Holz, das jeder von uns hätte holen können, aber es sollte nicht sein“. Mit diesen Worten fasste Frank Beucke vom SV Salzland Staßfurt die Pleite am 14. Landesliga-Spieltag zusammen. Statt nach oben, müssen die Salzländer ihren Blick in der Tabelle nun wieder nach unten richten, denn durch das punktlose Wochenende stehen sie auf dem achten und somit drittletzten Rang.

Zunächst schien alles nach Plan zu laufen. Im Startpaar eröffneten Detlef Uhde und Dietmar Glandt für die Gastgeber. Während Glandt den ersten Satzpunkt noch knapp abgeben musste, sich anschließend aber steigerte und zumindest einen halben Mannschaftpunkt erobern konnte, legte Uhde einen Blitzstart hin. Nach den ersten beiden Durchgängen hatte er 27 Kegel und zwei Satzpunkte Vorsprung. „Doch dann hat sich sein Gegenüber noch einmal gesteigert“, so Beucke. So kam Mirko Gericke doch noch zum Ausgleich in den Satzpunkten und mit einem Holz Vorsprung auch zum Gewinn des Mannschaftspunktes.

„Plötzlich standen wir nur mit einem halben Mannschaftspunkt da, statt mit zwei Zählern“, so Beucke später, der selbst mit 3:1 Satzpunkten den ersten ganzen Mannschaftspunkt einfuhr. Nach drei guten Bahnen (138, 135, 130 Holz) ließ jedoch auch er wichtige Zähler liegen. „Wir alle hätten das fehlende Holz holen können. Auch ich selbst kann mich nicht davon freisprechen“, meinte er selbstkritisch.

Da sein Nebenmann Philipp Bohne trotz guten 522 Holz knapp an Jochen Neubauer (524) scheiterte, wurde der Rückstand für die Staßfurter vor dem abschließenden Paar immer größer.

Andre Beucke ließ mit starken 550 Holz keine Zweifel daran aufkommen, wer in seinem Duell mit Andre Schön (522) den Mannschaftspunkt einfahren sollte. Dadurch war wieder alles möglich, wenn Jens Wiedemann den abschließenden Mannschaftspunkt holen würde, doch Loburgs Stefan Schön erwischte einen überragenden Tag und verpasste mit 596 Holz nur knapp den Bahnrekord. Weidemanns 547 Holz reichten somit nur für einen halben Satzpunkt. Der Mannschaftspunkt ging jedoch an die Gäste.

Salzländer wollen Kopf nicht in den Sand stec

Bei 3211 Kegeln für beide Teams, wurden die Kegelpunkte geteilt, was letztlich eine knappe Niederlage für die Salzländer bedeutete. „Die Loburger haben uns zugestimmt, dass am Ende das glücklichere Team gewonnen hat“, so Beucke, der den Kopf nicht in den Sand stecken will. „Unsere nächsten Spiele sind gegen Edderitz und Zschornewitz. Ich bin optimistisch, dass wir diesen Partien positiv gestalten und uns wieder in Richtung Mittelfeld vorarbeiten können.“ Gerade gegen den SV Turbine, auf den der SV Salzland am kommenden Wochenende im Nachholspiel trifft, müssen die Staßfurter jedoch aufpassen. „Die eine Woche spielen sie 3494 Holz und ringen Gommern einen Zähler ab, die Woche drauf nur 3048. Bei ihnen weiß man nie, worauf man sich einstellen kann“. Doch um den Klassenerhalt zu sichern, brauchen die Staßfurter einen Auswärtssieg am kommenden Sonnabend.