Salzlandkreis l Stattdessen ging der im Dezember von „Schulle & Friends“ ins Leben gerufene 1. PlaySoccer-Cup in die nächste Runde. Bei der erstmals virtuell ausgetragenen Kreismeisterschaft wurden nach einer kurzen Weihnachtspause bereits drei Spieltage absolviert, sodass sich in den Vorrundentabellen einiges getan hat. Inzwischen zeichnen sich die ersten Favoriten auf einen Platz in der K.o.-Runde ab – sicher qualifiziert ist bei drei noch zu spielenden Partien allerdings erst ein Team.

Gruppe A

Die drei zurückliegenden Spieltage perfekt genutzt hat insbesondere das Team des Gastgebers. „Schulle & Friends“ schraubte mit drei Siegen gegen die Spielgemeinschaft Preußlitz/Rothenburg, den SV Wolmirsleben und Warthe Hakeborn I nicht nur das Punktekonto in die Höhe. Mit 47 Treffern taten sie dabei auch einiges für das Torverhältnis. Beim 22:3 gegen das SG-Team sowie dem 21:3 gegen Hakeborn gelangen der Mannschaft die beiden deutlichsten Siege im bisherigen Turnierverlauf. Mit inzwischen fünf Siegen in Serie nach der knappen Auftaktpleite gegen Einheit Bernburg kletterte „Schulle & Friends“ auf den ersten Tabellenplatz.

Ebenfalls ein bisschen absetzen konnte sich der Egelner SV Germania, der zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter auf Rang zwei liegt. Doch dahinter ist ein enger Kampf um die verbleibenden Achtelfinalplätze entbrannt. Mit Eiche Pobzig (neun Punkte), dem SV Plötzkau (sieben) sowie Bernburg, Biendorf, Wolmirsleben und der SG Preußlitz/Rothenburg trennen die Plätze drei bis acht nur drei Punkte.

Auf Rang neun liegt derweil die erste Mannschaft von Warthe Hakeborn. Das Team um Kapitän Nick Allert kann stolz von sich behaupten, am letzten Spieltag vor Weihnachten den damaligen Tabellenführer aus Biendorf in einem torreichen Aufeinandertreffen (14:11) bezwungen zu haben. Doch auf dieses Ergebnis aufbauen konnten die Spieler des Kreisligisten nach der Weihnachtsunterbrechung nicht. Es folgten zwei deutliche Niederlagen gegen die beiden Spitzenteams der Vorrundengruppe A.

Bereits heute Abend werden die nächsten vier Partien absolviert. Dabei kann „Schulle & Friends“ einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen, wenn sie ihre Torgefahr auch gegen den BSC Biendorf auf den virtuellen Platz bringen können. Verfolger ESV Germania muss tatenlos zusehen, denn die Egelner sind spielfrei. Einen direkten Verfolger auf Distanz halten kann auch Eiche Pobzig. Der FSV spielt gegen die SG Preußlitz/Rothenburg. Bei einem Sieg und dann zwölf Punkten wäre dem Kreisligisten der Einzug in die K.o.-Phase kaum noch zu nehmen.

Gruppe B

„Wycombe wer?“ – Diese Frage stellten sich sicher viele Teilnehmer der virtuellen Kreismeisterschaft zu Beginn des Turniers, als sie lasen, dass die SG Warmsdorf/Güsten mit dem englischen Zweitligisten Wycombe Wanderes antreten würde. Doch der Erfolg gibt dem Kreisklasse-Vertreter recht. 15 Punkte aus fünf Partien und nur 29 Gegentore entsprechen einer nahezu makellosen Bilanz. Das Team aus der 1. Kreisklasse geht in seiner Underdog-Rolle voll auf und scheint seinen Platz im Achtelfinale fest im Blick zu haben.

Doch zu sicher sollte sich die SG Wippertal, wie Warmsdorf/Güsten auch genannt wird, nicht sein, denn ein weiteres SG-Team ist ihnen dicht auf den Fersen. Die Spielgemeinschaft Peißen II/Baalberge hat sich auch ohne spektakuläre Kantersiege zum Geheimfavoriten gemausert. „Die Mischung aus zweiter Kreisklasse und Landesklasse scheint das ultimative Rezept für das Spiel an der Konsole zu sein“, zollen auch „Schulle & Friends“ dem Tabellenzweiten der Gruppe B auf Facebook ihren Respekt. Und auch wenn das direkte Duell an der Tabellenspitze am 2. Januar mit einer knappen 8:9-Niederlage für Peißen II/Baalberge endete, können beide Teams wohl schon für die ersten K.o-Spiele planen.

Auf den weiteren Rängen hat sich auch in Gruppe B ein spannender Kampf um die Achtelfinalplätze entwickelt. Die besten Karten hat aktuell der SC Seeland mit zehn Punkten, dicht gefolgt vom FSV Wespen, der neun Zähler auf dem Konto hat. Doch auch die weiteren Teams haben noch gute Chancen auf ein Weiterkommen. Der TSV Neundorf steht nach dem 21:8-Kantersieg über Eintracht Peißen mit sieben Punkten auf dem wichtigen Tabellenplatz fünf. Unterdessen trennen den VfB Neugattersleben, die ZLG Atzendorf und den VfL Ilberstedt (jeweils sechs Punkte) nur die mehr erzielten Tore. Einzig die Mannschaft aus Peißen enttäuschte bisher. Auch nach sechs Versuchen sind die Blau-Gelben noch ohne Punktgewinn.

Ändern können sie das in der Partie des siebten Spieltages gegen den SC Seeland, wobei das letzte der drei Aufeinandertreffen erst am morgigen Mittwoch absolviert wird. Die SG Warmsdorf/Güsten muss sich derweil gegen Neugattersleben strecken, um ihre Serie fortzusetzen.

Gruppe C

Bei im Schnitt fast 14 Toren pro Duell ist es kaum verwunderlich, dass Landesligist SV 09 Staßfurt die Tabelle verlustpunktfrei anführt. Nach zwei hart erkämpften Siegen gegen Blau-Weiß Pretzien (7:6) und Saxonia Gaterleben I (9:7) kam noch einmal ein wenig Hoffnung auf, dass die Entscheidung über den Gruppensieg noch einmal spannend werden würde, doch der fulminante 17:4-Erfolg über Warthe Hakeborn II zum Jahresauftakt erstickte diese im Keim. Das Achtelfinale ist den Bodestädtern sicher.

Um den Silberrang liefern sich unterdessen Blau-Weiß Eggersdorf und Lok Schönebeck (jeweils zehn Punkte) ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Und das, obwohl noch keines der beiden Teams im neuen Jahr jubeln durfte. Während der TSV Blau-Weiß spielfrei war, unterlagen die Elbestädter Gatersleben I (neun Punkte) deutlich mit 5:13. Das Saxonia-Team und Blau-Weiß Pretzien folgen auf den Plätzen vier und fünf.

Im Tabellenkeller haben Hakeborn II, die Schiedsrichter des KFV Salzland und Saxonia Gatersleben II bei je drei Zählern nur noch geringe Chancen auf ein Weiterkommen. Dennoch hielt Mit-Organisator Sebastian Schulz, der für die Unparteiischen antritt, fest: „Wir glauben bis zum Schluss an ein weiterkommen, wissen aber, dass es mehr als schwer wird.“

Während die Schiedsrichter am siebten Spieltag Gatersleben I empfangen, trifft Eggersdorf auf Saxonias „Zweite“. Schönebeck empfängt Hakeborn II, Staßfurt ist spielfrei.