Staßfurt l Drei Spieltage hat die Nordstaffel der Fußball-Landesliga in dieser Spielzeit noch zu bieten. Der Tabellenvierte, SV 09 Staßfurt, steht dabei mit aktuell vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer FC Einheit Wernigerode recht gut da. Mit der Partie bei der TSG Calbe, die um 15 Uhr angepfiffen wird, sowie den Spielen gegen den Burger BC und beim VfB Ottersleben warten nur noch Gegner aus dem Tabellenkeller auf die Elf von Trainer Jens Liensdorf. Zum Angriff bläst man bei den Bodestädtern, die im vergangenen Jahr Vizemeister waren, dennoch nicht. Der mögliche Verbandsligaaufstieg ist ad acta gelegt.

Aufstieg abgehakt

Grund sind die zuletzt erlittenen Pleiten in den Spitzenspielen gegen die ebenfalls noch mit Aufstiegschancen ausgestatteten Teams vom Magdeburger SC Preussen (0:2) sowie dem 1:2 beim SSV Gardelegen in der Vorwoche. „Der Aufstieg ist abgehakt. Ehrlich gesagt war er das schon nach dem Preussen-Spiel“, so Trainer Liensdorf. Doch nicht nur die Probleme gegen die Spitzenmannschaften der Liga - nur im Hinspiel gegen Gardelegen gelang ein Sieg gegen ein Topteam - haben den Aufstiegstraum zunichte gemacht. Auch wenn rechnerisch noch viel möglich ist, glaubt Liensdorf nicht mehr an den ganz großen Coup. „Am Ende steigt der auf, der über die gesamte Saison am konstantesten ist. Und das ist in diesem Jahr anscheinend Wernigerode. Es klingt zwar abgedroschen, aber wer am Ende ganz oben steht, hat den Aufstieg auch verdient“, so der Staßfurter Coach. In der Hinrunde war dies noch seine Elf. Die 09er wurden mit 35 Punkten inoffizieller Herbstmeister.

„Wenn man sich die Rückrundentabelle anschaut, sagt das eigentlich alles aus. Wir haben viele Punkte unnötig liegen gelassen und da ganz oben nichts zu suchen“, meint Liensdorf. In der Tat deutet die Staßfurter Bilanz der Rückserie eher auf Mittelmaß, als auf Titelkampf hin. Fünf Siege, ein Remis, sechs Niederlagen und 16 Punkte. Hinzu kommt noch ein negatives Torverhältnis (21:23). Zahlen, die Liensdorfs These untermauern.

Knapper Hinspiel-Sieg

Dennoch will man beim SV 09 natürlich noch so viele Punkte wie möglich einheimsen. Beim Salzlandduell in Calbe soll deshalb natürlich ein Sieg her. Doch das wird beim akut vom Abstieg bedrohten Kontrahenten nicht leicht. Die TSG ist im Kampf um den Klassenerhalt dringend auf einen Sieg angewiesen. „Die Situation war in der Hinrunde ähnlich. Wir haben uns dann sehr schwer getan und hatten auch ein bisschen Dusel“, erinnert sich Liensdorf an den schmeichelhaften 1:0-Erfolg seiner Mannschaft zurück.

Ein Quäntchen Glück werden die Staßfurter, die in der Favoritenrolle sind, wohl auch diesmal gut gebrauchen können, denn neben den Langzeitverletzten fehlen mit Marc Burdack (Urlaub), Dustin Abresche (Gelbsperre) und mit großer Wahrscheinlichkeit auch Chris Horstmann (Leistenprobleme) wieder mehrere Leistungsträger.