Staßfurt l Der Laufweg stimmte. Die Flanke von rechts segelte zielgenau Richtung Kopf von Matthias Härtl. Der Stürmer des SV 09 Staßfurt stieg im richtigen Moment hoch. Brachte nur gut fünf Meter vorm Tor stehend genug Druck hinter die Kugel. Doch der Ball war beim Landesliga-Duell der Staßfurter gegen TuS 1860 Magdeburg-Neustadt dennoch nicht drin. Der Torhüter der Gäste parierte in dieser Szene in der Nachspielzeit und rettete so das 0:0.

So wirklich verdient wäre der späte Siegtreffer aber auch nicht gewesen. Das müssen sich die favorisierten Staßfurter im Nachgang eingestehen. Denn der Härtl-Kopfball war nach einem Versuch von Felix Jesse zu Beginn des zweiten Durchgangs erst die zweite Chance. Optisch waren die Gastgeber zwar überlegen und hatten mehr Ballbesitz, doch „wir waren über 90 Minuten völlig ideenlos“, ärgerte sich SV 09-Coach Jens Liensdorf.

So ist auch die erste Hälfte schnell zusammengefasst. Bis auf ein paar Distanzschüsse, die für die Staßfurter eigentlich atypisch sind, bekamen die 70 Zuschauer nichts zu sehen. Auch in Hälfte zwei wehten dann überwiegend nur die Strohballen durch die Strafräume. „Wir haben nur zwei Chancen herausgespielt, das ist viel zu wenig“, sagte Liensdorf. „Und wenn du die dann nicht nutzt, kommt eben so ein Ergebnis zustande. Mit dem Unentschieden können wir natürlich überhaupt nicht zufrieden sein.“

Doch wie kam es dazu, dass gegen ein Kellerteam nicht mehr drin war? Zum Einen präsentierten sich die TuS-Kicker defensiv aufopferungsvoll und verteidigten stark. „TuS hat frühzeitig versucht, uns nicht ins Spiel kommen zu lassen und das geschickt gemacht“, erkannte auch Liensdorf an.

Ansprache

Zum Anderen hielt der Coach der Staßfurter aber auch nicht damit hinter den Berg, das eigene Unvermögen anzusprechen. „Bei uns laufen einfach einige Spieler seit Wochen ihrer Normalform hinterher. Deshalb sind unsere Leistungen so schwankend.“

Fest steht, dass ein 0:0 gegen einen Aufsteiger nicht der Maßstab des SV 09 sein kann. Und doppelt ärgerlich ist das Ergebnis dann mit Blick auf den MSC Preussen und den SSV Gardelegen, die ebenfalls Punkte liegen ließen.

SV 09: Nöpel - Abresche, Moye, Härtl, Jesse, Lieder, Pusch, Möller, Stachowski, Mähnert (52. Zöger), Burdack

Tore: Fehlanzeige SR: Jens Rosenbaum (Ammendorf), ZS: 70