Förderstedt l Im Rennen um den Verbleib in der Fußball-Landesliga ist der SV Förderstedt gut beraten, seine zwei Probleme zu lösen. Mit 58 Gegentreffern ist er aktuell die Schießbude der Liga. Zudem hadert das Team mit der Chancenverwertung. Beim Schlusslicht, Saxonia Tangermünde, kann das Team von Trainer Jens Liensdorf den ersten Schritt in die richtige Richtung gehen. Anpfiff ist am Sonnabend um 15 Uhr. Nachdem die beiden Polen Mateucz Szczur und Mateucz Trachimowicz augenscheinlich nicht mehr für die Förderstedter auflaufen werden und Keeper Jens Ulrich aufgrund eines Leistenbruchs ausfällt, musste Liensdorf seine Abwehr neu sortieren.

Dieser Prozess dauerte noch während der Partie gegen TuS Schwarz-Weiß Bismark an und ist sicherlich noch lange nicht abgeschlossen. Zudem muss der SVF auf Marco Janich als Sechser verzichten, er übernimmt vorerst die Position zwischen den Pfosten. Und so war es kein Wunder, dass Liensdorf und Innenverteidiger Michael Buschke lautstark dirigierten und deligierten, um die defensive Grundordnung zu wahren. Eine Stunde lang war das gegen die Bismarker gut gegangen, doch dann hebelte ein schneller Konter die Abwehr aus, Carlo Rämke schloss zur 1:0-Führung der Altmärker ab. „Der Gegentreffer war der Genickbruch“, konstatierte Liensdorf nach der Partie.

Necirvan Isa bekommt keine Zuspiele

Bis dahin waren die Förderstedter nämlich nicht nur auf Augenhöhe, sie hatten auch die besseren Möglichkeiten. Die Querlatte verhinderte bei den Versuchen von Christian Conrad und Liensdorf einen Treffer und die psychologisch wichtige Führung. Zudem haderte Stürmer Necirvan Isa mit den Zuspielen, die er fast nicht bekam. Da sich seine Teamkollegen zunächst auf die geordnete Defensive konzentrieren mussten, fehlte nach Ballgewinn der schnelle Blick für den freien Raum oder den anspielbaren Mann. Allerdings ist die Aufgabe beim Schlusslicht nicht einfach, denn die Altmärker liegen den Förderstedtern überhaupt nicht. Noch nie konnten sie gewinnen, sicherten sich in fünf Aufeinandertreffen beim 1:1-Remis in der vergangenen Saison zuhause lediglich erst einen Punkt. Höchste Zeit also, die zwei Probleme zu beheben.

SR: Michael Damke (SSV Gardelegen), Rolf Vorsprach, Christoph Rückmann; Hinspiel: 4:1, Saison 2014/15: 1:0, 1:1