Salzlandkreis l Dass die beiden Lokalrivalen derzeit durch satte acht Punkte getrennt sind, hat jedoch nicht nur sportliche Gründe. Denn auf dem Platz behielten die Förderstedter mit 2:1 die Oberhand. Das war am 2. Spieltag. Nach dessen Ende waren Förderstedt und Atzendorf punktemäßig mit jeweils einem Sieg gleichauf. Doch die Freude über den Derbysieg schwand beim SVF schnell und wanderte direkt zur ZLG. Grund war ein Sportgerichtsurteil, welches die drei Punkte auf das Konto der Atzendorfer wandern ließ. Auslöser war die Einwechselung des Förderstedters Felix Tänzer. Dieser kam in der Nachspielzeit in die Partie, stand aber nicht auf dem Spielberichtsbogen.

Damit war der Fehlstart für die Förderstedter perfekt. Denn auch zum Saisonstart setzte es eine 0:5-Niederlage in Nienburg. Jedoch zeigte die Förderstedter Mannschaft auf dem Platz die richtige Reaktion auf den Fehlstart. Dank Treffern des Derby-Unglücksraben Felix Tänzer, Routinier Christian Lattorf und Neuzugang Przemyslaw Kucybala gelang beim FC Hettstedt der erste Saisonsieg. Durch ein Elfmetertor von Torjäger Benjamin Kollman folgte ein 1:0 gegen Wulfen und auch in Baalberge (1:1) punkteten die SVF-Kicker. Drei Spiele in Serie war das Team von Neu-Trainer Michael Buschke damit ungeschlagen und hatte sich ins Tabellenmittelfeld vorgearbeitet. Dass es bis zur Corona-Pause nicht weiter nach oben ging, lag an zwei ganz bitteren Auswärtspleiten. Beim FV Merzien (2:3) fiel das entscheidende dritte Gegentor per Elfmeter, beim 1:2 in Altenweddingen kassierte Förderstedt in der Nachspielzeit den zweiten Gegentreffer und musste sich deshalb tabellarisch wieder nach unten orientieren.

Mit zwei schmerzlichen Niederlagen gingen auch die Kicker der ZLG Atzendorf in die Corona-Pause. Bei Schwarz-Gelb Bernburg gab es eine 2:6-Niederlage, daheim gegen Görzig ein 0:1. Zuvor lief es, mit Ausnahme des bereits erwähnten Derbys in Atzendorf absolut rund für die Mannschaft von Trainer Stefan Rock. Klare Heimerfolge gegen Altenweddingen (6:3), Bräunrode (2:0) und Aken (4:0) wurden garniert mit einem Auswärtserfolg in Calbe (2:1). Diesen kommentierte Rock wie folgt: „Wir haben uns den Erfolg redlich erkämpft und auch verdient. Die Punkte haben wir durch die richtige Taktik und vor allem durch Cleverness eingefahren.“

Neben Taktik und Cleverness war aber auch die „Transferpolitik“ der Atzendorfer ein wichtiger Bestandteil des Höhenfluges zu Saisonbeginn. Denn Rückkehrer Sebastian Tolle, der nach einem Intermezzo bei Verbandsligist Haldensleber SC, inklusive schwerer Knieverletzung, zurück kam, überzeugte von Beginn an als echter Torjäger. Schon am ersten Spieltag markierte der torgefährliche Schlaks einen Viererpack. In den nächsten Partien folgten zwei weitere Tore. Wenn es im kommenden Jahr weiter geht, will Tolle daran anschließen und die ZLG oben dran bleiben.