Staßfurt l Wenn im Stadion der Einheit das Finale des Salzlandpokals angepfiffen wird, versucht die ZLG Atzendorf bereits zum zweiten Mal in Folge den Titel zu gewinnen. 2018 verlor die ZLG das Endspiel und ist auch diesmal der Außenseiter. Finalteilnahmen sind für Hobbyfußballer nicht alltäglich. Wenn um 18 Uhr in Staßfurt das Finale des Salzlandpokals zwischen der ZLG Atzendorf und dem 1. FSV Nienburg angepfiffen wird, ist es für die meisten Spieler der Atzendorfer bereits das zweite Mal innerhalb von zwölf Monaten, dass sie um den Titel kämpfen. Im Vorjahr unterlag die ZLG in einem torreichen Finale dem FSV Rot-Weiß Alsleben mit 4:6 (2:4).

Individuelle Klasse

Diesmal soll es besser laufen für die Zentrale Landsport Gemeinschaft. Das Team von Trainer Heinz Weile hat mit dem Landesklasse-Kontrahenten Nienburg jedoch einen schweren Gegner vor der Brust. Das weiß auch der Coach: „Die Nienburger haben tolle Spieler mit individueller Klasse in ihren Reihen. Deshalb sind sie leicht favorisiert. Wir kommen aus der Außenseiter-Rolle. Eine Chance hat man aber immer und die wollen wir natürlich nutzen“, so Heinz Weile.

Speziell die Rückrunde stützt Weiles Einschätzung. Denn die Nienburger zeigten sich hier sehr formstark und holten elf Punkte mehr als die ZLG. Lohn dafür war Platz drei in der Endabrechnung.

Vorfreude und Aufregung

Doch der Pokal hat bekanntlich eigene Gesetze. Und deshalb hofft man in Atzendorf auf den großen Coup. Zumal die Partie auch die Abschiedsvorstellung für den Trainer ist. Weile hört nach dem Spiel auf. „Für die Mannschaft, den ganzen Verein ist das eine tolle Sache und ein Höhepunkt, den wir uns erkämpft haben“, sagt der erfahrene Übungsleiter. Und auch Weile freut sich, dass er das Trainerkapitel im Rahmen eines Finales schließen kann. „Die Vorfreude ist natürlich gegeben, Aufregung ist auch vorhanden, aber ich bin mittlerweile ein bisschen gelassener geworden. Es ist auch für mich ein besonderes Spiel vor hoffentlich toller Kulisse“, so Weile.

Die Atzendorfer haben gestern Abend noch einmal locker trainiert und gehen fast ohne personelle Sorgen ins Spiel.