Staßfurt l Ein solcher Held wurde gestern Benjamin Kollmann, der kurz vor Ultimo das Landesliga-Spiel seines SV 09 Staßfurt gegen Blau-Weiß Niegripp mit dem 3:2 (1:2)-Siegtor entschied. Zunächst musste Kollmann aber 83 Minuten auf der Bank schmoren und beim Warmmachen zuschauen, wie seine Mannschaftskollegen den Sieg gegen den Aufsteiger einfahren sollten.

Frühes 1:0 des SV 09

„Dass Benjamin heute erstmal draußen war, hatte taktische Gründe. Niegripp spielt mit zwei sehr großen, kräftigen Innenverteidigern. Deshalb wollte ich mit Matthias Lieder und Matthias Härtl zwei sehr laufstarke und wendige Stürmer aufbieten“, erklärte Staßfurts Trainer Jens Liensdorf. Und die Idee des Trainers war goldrichtig. Denn schon nach zwei Minuten stand es 1:0 für Staßfurt. Torschütze am Ende eines herrlichen Angriffs war eben Lieder. Aufgelegt wurde indes von Härtl.

Doch fortan lief im ersten Durchgang nur noch wenig zusammen bei den 09ern. Folgerichtig kamen die Gäste immer besser ins Spiel und hatten nach zwölf Minuten die große Chance zum Ausgleich. Einen fälligen Foulelfmeter - verursacht von Spielertrainer Liensdorf - vergab Niegripps Andre Wittpahl jedoch kläglich. Er schoss den Ball am Tor vorbei.

Die Niegripper ließen sich davon aber nicht entmutigen und drehten bis zur Halbzeit die Partie durch Tore von Marcus Schlüter (26.) und Marco Westhause (34.). „Wir haben super angefangen und das Spiel dann nach und nach aus der Hand gegeben“, ärgerte sich Liensdorf.

Unger trifft ins kurze Eck

Die Gästeführung hatte nach dem Seitenwechsel jedoch nicht allzu lange bestand, denn Nick Unger fasste sich aus 20 Metern ein Herz und traf ins kurze Eck zum 2:2 (53.). Danach mühten sich die 09er redlich, vieles blieb jedoch Stückwerk. Das änderte sich mit der Einwechselung von Kollmann sieben Minuten vor dem Ende. Dieser sorgte danach nämlich gleich zweimal für Unruhe in der Niegripper Defensive und versenkte dann in Minute 88, unter gütiger Mithilfe von Torwart Sascha Krüger, einen Freistoß zum 3:2-Siegtreffer. Der Keeper ließ den Ball, beim Versuch ihn zu fangen, durch seine Hände rutschen. „Benjamin hat immer eine gute Präsenz. So war es auch heute. Es ist schön, dass wir einen Mann mit solcher Qualität auf der Bank hatten“, lobte Liensdorf seinen Stürmer und freute sich über den Sieg.

Tore: 1:0 Matthias Lieder (2.), 1:1 Marcus Schlüter (26.), 1:2 Marco Westhause (34.), 2:2 Nick Unger (53.), 3:2 Benjamin Kollmann (88.)

SR: Christopher Große (Wimmelburg) ZS: 68