Staßfurt l Die A-Junioren hatten zwar ein Ass, aber dafür keinen Ärmel. Denn für Andy Beinhoff, Neuzugang der ersten Herren, der beim Bezirksliga-Heimspiel im Nachwuchs aushelfen sollte, fehlte beim Heimspiel gegen den BSV „Fichte“ Erdeborn das Trikot. In der ersten Hälfte wurde noch ein anderes Jersey behelfsweise beklebt. Doch die provisorische Nummer löste sich nach zehn Minuten und Beinhoff durfte nicht mehr weiterspielen.

Und so schlecht wie diese Aktion lief auch das Staßfurter Spiel in Hälfte eins. Zwar führten die Rot-Weissen mit 15:12, aber die Wurfquote war schlecht. Und defensiv hatten die Gastgeber auch Probleme, weil Mittelmann Jannik Fohrer fehlte. Doch in der zweiten Halbzeit wurde dieser durch Beinhoff (mit einem Trikot der ersten Mannschaft) ersetzt, der in einer 5:1-Deckung BSV-Spieler Jonathan Pfeufer aus dem Spiel nahm. „Mit Manndeckung lief es besser für uns, das war unser Geheimnis“, sagte Coach Cosmin Tiganasu.

Und auch die Trefferquote war deutlich besser. Vor allem Lieven Rach bekamen die Erdeborner nicht in den Griff. Immer wieder erreichten die Konter den Außenspieler, der sich im Eins-gegen-eins eiskalt zeigte und mehr als die Hälfte aller Staßfurter Tore erzielte.

Jedes Tor zählt

Mit 13 Toren Unterschied siegte der Tabellendritte am Ende. Der Coach sagte jedoch: „Ich bin nicht zufrieden, ich erwarte mehr von meiner Mannschaft. Wir hätten viel höher gewinnen müssen.“ Im Kampf um den ersten Platz, und nur darum geht es dem ehrgeizigen Tiganasu, zählt jedes Tor. „Wir müssen weiter an der Disziplin arbeiten.“

Staßfurt: Pascal Stein - Beinhoff, Niklas Zimnick (6), Fabian Rübenack (2), Markus Trinh (5), Lieven Rach (21), Justin Becker, Niklas Goldschmidt (1), Dennis Raisch

Siebenmeter: Staßfurt 2/2 - Erdeborn 5/4 Zeitstrafen: Staßfurt 5 - Erdeborn 2