Köthen/Staßfurt l Ein Blick auf die Tabelle macht den HC Salzland momentan nicht gerade glücklich. Mit einer Bilanz von 2:8 Punkten stehen die Staßfurterinnen in der Sachsen-Anhalt-Liga nur auf dem zehnten Rang. Das 21:32 (10:17) bei der HG Köthen war bereits die vierte Niederlage im fünften Spiel der neuen Saison. Doch Trainerin Sylvia Breitenstein macht sich noch keine gesteigerten Sorgen: „Wir hatten mit dem HSV Magdeburg, Gräfenhainichen und jetzt Köthen schon sehr schwere Gegner. Wir müssen weiter nach vorn schauen und konzentriert bleiben.“ Auch auf die schlechte Vorsaison, die mit einem enttäuschenden Rang zehn endete, und die Nachwirkungen, geht sie ein: „Es gibt noch viele Baustellen, die wir Stück für Stück beseitigen müssen.“

Im Moment ist das Team aus Köthen damit einfach eine Nummer zu groß für den HC Salzland. Das musste auch Breitenstein eingestehen: „Köthen hat verdient gewonnen und hatte einen sehr guten Tag.“ Mit ihrem eigenen Team war die HCS-Trainerin nicht zufrieden: „Wir haben zu viele Technik- und Regelfehler gemacht und haben phasenweise zu überhastet abgeschlossen.“ Bis zur Pause verzeichnete Breitenstein schon neun technische Fehler und sieben hundertprozentige Fehlwürfe. „Dazu haben wir zu viele einfache Gegentore kassiert, die so nicht hätten fallen dürfen.“

Dabei waren die Gäste aber nicht durchgehend schlecht, hatten sogar gute Phasen dabei. Nach zehn Minuten war das Spiel noch ausgeglichen (5:5). Auch beim 8:11 (19.) war der HCS noch dran, dann folgte jedoch „unsere berühmte Phase“, wie es Breitenstein beschrieb. Mit einem 5:0-Lauf lenkte Köthen das Spiel klar in Richtung Heimsieg und hatte plötzlich doppelt so viele Tore wie Salzland (16:8, 27.).

Kamen nicht mehr zurück

Von diesem klaren Rückstand konnten sich die Gäste nicht mehr erholen. Auch, weil sie nicht in bester Besetzung antreten konnten. Zum Beispiel standen im Tor nur Janine Ellermann und Tabea Reinicke aus der zweiten Mannschaft zur Verfügung. „Sie haben beide ein paar Paraden gezeigt, aber für 60 Minuten war das zu wenig“, so Breitenstein, für die es bei der Torhüterleistung einen großen Unterschied zur HG Köthen gab. „Kathrin Gutsch hat sich über die gesamte Spielzeit gesteigert und sehr viel gehalten. So liefen wir oft in Konter, das tat doppelt weh“, lobte Breitenstein die Keeperin des Gegners.

Auch die ehemalige Staßfurterin Sandy Börger hatte mit sieben Toren große Anteile am Sieg. „Wir hatten sie phasenweise gut im Griff, aber komplett ausschalten kann man sie nicht“, so Breitenstein. Auch die Gäste hatten mit Johanna Stein (7) und Stevie Mittwollen (6) treffsichere Spielerinnen, aber der Rest war nicht gut drauf. Und bei Köthen traf das eben auf keine Spielerin zu.

HC Salzland: Ellermann, Reinecke - Stein (7), Fiedler (2), Geipel (2), Mittwollen (6), Nahrendorf, Brunne (2), Spiegel (1), Kriebel, Hähnel (1)

Siebenmeter: Köthen 2/2 - Salzland 3/5 Zeitstrafen: Köthen 3- Salzland 2 Rot (o.B.): Elisa Schwarz (Köthen, 54.)