Staßfurt l Es ist ein Spitzenspiel, welches die Handball-Fans heute am späten Nachmittag in der Staßfurter Salzland-Sporthalle zu sehen bekommen. In der Sachsen-Anhalt-Liga erwartet Gastgeber HV Rot-Weiss den HT 1861 Halberstadt zum Schlagabtausch. Anwurf ist um 17.30 Uhr.

Doch das Duell des Rangzweiten gegen den Vierten konnte man vor der Saison ganz gewiss nicht als Topduell erwarten. Zwar galten die Staßfurter von Beginn an als Staffelfavorit und haben sich auch den Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga auf die Fahnen geschrieben, doch die Halberstädter hatten wohl nur die wenigsten Experten auf der Rechnung. Der Aufsteiger hat sich mit bisher sechs Siegen aus acht Partien bestens in der Liga eingefunden. Auf die leichte Schulter werden die Staßfurter den Gegner deshalb nicht nehmen wie Trainer Sebastian Retting bekräftigt: „Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen. Ich denke, sie können auch keinen mehr überraschen. An den ersten Spieltagen war das vielleicht noch möglich, aber jetzt ist bekannt, wie stark die Halberstädter sind. Sie haben nicht umsonst die TSG Calbe vergangene Woche mit 29:21 geschlagen. Sie schwimmen zudem auf einer Euphoriewelle“, sagt Retting.

Kampfansage

Und genau deshalb schickt der Coach eine klare Kampfansage in Richtung Harzvorland. „Wir wollen und werden von Anfang an zeigen, dass wir die zwei Punkte in Staßfurt behalten wollen“.

Besonderes Augenmerk soll Rettings Team dabei auf Markus Czaja legen. „Das ist ein kleiner schneller Mann“, hat Retting in Erfahrung gebracht. Weiterhin hat auch Rückraum-Shooter Noah Balint schon auf sich aufmerksam gemacht. Deshalb werden beim HV Rot-Weiss alle Kräfte benötigt. „Wir haben 14 Mann an Board und werden auch alle brauchen“, sagt Retting und bestätigt auch, dass der zuletzt an- geschlagene Mario Meißner (Bluterguss oberhalb des Knies) wieder mit dabei sein wird und von Linksaußen für Tore sorgen will.